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Wo gibt es die meis­ten Motor­rä­der?

Sie haben lange genug in den Garagen überwintert. Nun werden Motorräder, Mopeds und Mofas wieder herausgeholt. Helm auf – und ab in den Frühling

Cabrios sind nicht dasselbe. Um sich die Frühlingsluft um die Nase wehen zu lassen, mögen sie sogar besser geeignet sein – aber darum geht es ja nicht. Wer den Helm aufsetzt, um auf zwei motorisierten Rädern in den Frühling zu rauschen, der fährt nie allein; der kleine Wahnsinn und die große Abenteuerlust sind als Sozius immer mit dabei. Anders als in den asiatischen Staaten, wo das Moped das Etappenziel vor dem Auto markiert, fungiert das Motorrad in Deutschland fast ausschließlich als Luxusgefährt.

Das zeigt sich schon daran, wo es zu finden ist. Eben nicht in den Stadtstaaten, wo sich prima mit Logik („Damit umfahre ich jeden Stau und finde immer einen Parkplatz“) statt mit Gefühl („Wow! Einfach geil!“) argumentieren ließe. Nur drei Prozent aller Berliner, Bremer und Hamburger haben ein Motorrad angemeldet. In Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg sind es doppelt so viele. Prozentual die meisten Mofa-, Moped- wie Motorradfahrer gibt es übrigens in Bayern. Offenbar stört es das Gefühl von Freiheit und Abenteuer, wenn nach 300 Metern die nächste Ampel auf Rot springt.

Illustration: Martin Burgdorff
Quellen: Kraftfahrt-Bundesamt, Destatis; „Insgesamt“-Zahlen inklusive „Sonstige“. Stand: 1.1.2016

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