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Themenseite Altersvorsorge (© Caglar Canbay / Unsplash)

Rente & Vorsorge

Die gesetzliche Rente allein wird für viele Menschen nicht ausreichen, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Lebensversicherungen sind deshalb ein unverzichtbarer Teil der Altersvorsorge in Deutschland – sie bieten kapitalgedeckte Leistungen und Schutz bei Tod, Invalidität oder Pflegebedürftigkeit. Mit Millionen Verträgen und langfristigen Auszahlungen tragen sie zur finanziellen Stabilität vieler Haushalte bei. Diese Seite beleuchtet die Rolle der Versicherer, den notwendigen Reformbedarf und die Herausforderungen einer zukunftsfesten Vorsorge.

Unsere politischen Positionen zu Rente & Vorsorge

  • Betriebsrente

    Die Novelle des Betriebsrentenstärkungsgesetzes, die im Dezember 2025 verabschiedet wurde, enthält gute Maßnahmen, um die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung zu erhöhen. Es ist richtig, Betriebsrenten vor allem dort zu stärken, wo sie bis heute wenig verbreitet sind: bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) sowie bei Beschäftigten mit geringen Einkommen. 

    Es hätte jedoch noch mehr getan werden, um möglichst viele Beschäftigte zu erreichen. Zum Beispiel sollten die angesparten Gelder stärker am Kapitalmarkt arbeiten dürfen, nicht nur bei klassischen Pensionskassen, sondern bei allen Anbietern von betrieblicher Altersversorgung. Auch das neue Opt-Out hätte breiter angelegt werden können. Es wäre besser, wenn Unternehmen jeder Größe und nicht nur Unternehmen ohne Tarifvertrag erlaubt wird, ihre Beschäftigten automatisch in eine Betriebsrente einbinden können, sofern diese nicht widersprechen. 

  • Private Altersvorsorge

    Die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge (Altersvorsorgereformgesetz) wurde zum Jahresende 2025 auf den Weg gebracht. Mehr Flexibilität und eine stärkere Kapitalmarktorientierung sollen die Attraktivität und Verbreitung der kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge erhöhen. Dass die Politik stärker auf kapitalgedeckte Elemente setzt, ist eine notwendige Antwort auf den rapiden demografischen Wandel. Viele Länder sind diesen Weg bereits vor über 20 Jahren gegangen. 

    Die Versicherungswirtschaft begrüßt den Gesetzentwurf ausdrücklich und unterstützt die Reform. Eine einfachere Förderung, mehr Teilhabe am Kapitalmarkt und nachhaltige Sicherheit werden die Verbreitung der privaten Altersvorsorge nach vorne bringen. Wichtig für den Erfolg der Reform ist, dass genau auf die Kundinnen und Kunden geschaut wird. Faire Wettbewerbsbedingungen für alle Anbietergruppen schaffen Vergleichbarkeit der Produkte, ihrer Qualität und Kosten sowie der Beratung. Zusatzkosten beim Vertragswechsel sollten vermieden werden. 
     

  • Frühstart-Rente

    Die von der Bundesregierung geplante Frühstart-Rente soll Kindern einen frühen Einstieg in die private Altersvorsorge ermöglichen. Kinder ab sechs Jahren sollen dafür einen staatlichen Zuschuss von zehn Euro pro Monat bekommen. 

    Die Versicherer sehen die Frühstart-Rente als Chance: Mit der Frühstart-Rente wird dort angesetzt, wo Altersvorsorge am wirksamsten ist: bei der Zeit. Wer früh investiert, gibt dem Kapital Jahrzehnte, um zu wachsen. Das ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein Beitrag zu mehr Generationengerechtigkeit und auch zu mehr finanzieller Bildung. Aus Sicht der Versicherer ist entscheidend, dass zusätzliche Einzahlungen möglich sind und das angesparte Kapital später unkompliziert in eine geförderte private Altersvorsorge überführt werden kann.

Publikationen

Unsere GDV-Publikationen geben einen noch detaillierteren Einblick in thematisch relevante Inhalte.

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