Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit der Frage, wie Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer nachgewiesen und Unfälle vermieden werden können. Denn Ablenkung am Steuer ist gefährlich.
Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer im GDV aus 2023 zeigen: Knapp jeder vierte Befragten versendet während des Fahrens zumindest ab und an Textnachrichten oder Mails. 2016 waren es noch 14 Prozent. Obwohl sich Fahrende des Unfallrisikos bewusst sind, ist eine Zunahme erkennbar.
Um Unfälle durch Ablenkung zu verhindern, sind mehr Kontrollen und schärfere Sanktionen erforderlich. Mit neuen Technologien wie dem Handy-Blitzer lassen sich Handyverstöße entdecken. Sie sollten bundesweit zum Einsatz kommen. Studien der Unfallforschung der Versicherer zeigen zudem, welches Strafmaß viele Fahrende abhalten würde, das Handy während der Fahrt aufzunehmen: zwei, statt bisher einem Punkt im Fahreignungsregister plus Bußgeld.
Auch Assistenzsysteme, die Fahrende bei Ablenkung unmittelbar warnen, helfen Ablenkung zu verhindern. Ihre Meldungen sollten in der Blackbox des Autos gespeichert und nach Unfällen auslesbar sein, um den Nachweis von Ablenkung am Steuer leichter führen zu können.m Fahrzeughersteller sind aufgerufen, Touchdisplays, Navigation- und Fahrzeugbedienung so intuitiv und ablenkungsarm wie möglich zu gestalten. So ist der Einsatz von gut funktionierenden Sprachsteuerungen und das Einbetten von Smartphones in fahrzeuginterne Infotainmentsysteme zu empfehlen.