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Thema Gesellschaft (© pexels)

Dossier: Demografie

Angesichts des demografischen Wandelts stellt sich vor allem die Frage: Wer versorgt die Älteren, wenn sie sich selbst nicht mehr versorgen können? Und wohin steuert unser Rentensystem? Dieses Dossier liefert Antworten.

06.02.2026
Statistische Perspektive

2035 ist ein Fünftel der Deutschen im Rentenalter Link kopieren

In Deutschland wird es bis 2035 wesentlich mehr Menschen im Rentenalter geben. Die Zahl der Personen im Alter ab 67 Jahren wird zwischen 2020 und 2035 um 22 Prozent von 16 Millionen auf voraussichtlich mindestens 20 Millionen steigen, hat das Statistische Bundesamt berechnet. Auf 100 Menschen zwischen 20 und 66 Jahren würden dann 41 bis 43 Menschen im Rentenalter kommen. Die Entwicklung hat im wesentlichen zwei Gründe: Die Lebenserwartung steigt und die Menschen bekommen im Laufe ihres Lebens tendenziell weniger Kinder. 

Wie sich die statistische Lebenserwartung verändert, zeigen sogenannte Generationssterbetafeln. Sie beziehen künftige Veränderungen der Sterbewahrscheinlichkeit etwa durch verbesserte Lebensbedingungen und medizinischen Fortschritt ein.

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Gesellschaftliche Perspektive

Generationenvertrag stößt an seine Grenzen Link kopieren

Die gesetzliche Rente in Deutschland wird vor allem aus den Beiträgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie aus Steuerzuschüssen finanziert. Die Renten werden aus den laufenden Einnahmen finanziert. Einen dauerhaften Kapitalstock baut die Rentenkasse nicht auf.

Die alternde Bevölkerung bringt dieses System allmählich in Schieflage: Je weniger Menschen in die Rentenkasse einzahlen, desto schwieriger wird es, die Renten der tendenziell wachsenden Bevölkerungsgruppe im Rentenalter zu bezahlen. Es gibt verschiedene Stellschrauben, mit denen das System wieder stabilisiert werden könnte. Beispielsweise könnte zur Entlastung der jüngeren Generation das Rentenalter heraufgesetzt werden. Auch ein langsamerer Anstieg der Rentenhöhe wäre eine Möglichkeit. 

Politische Perspektive

Neue Vorschläge für Rentenreform Link kopieren

Das Rentensystem zukunftsfest aufzustellen, ist eine wichtige politische Aufgabe. Eine neue Rentenkommission soll bis Mitte 2026 Vorschläge für eine Rentenreform vorlegen. Zudem soll die Kommission eine Kenngröße entwickeln, die das Gesamtversorgungsniveau über alle drei Säulen des Rentensystems wiedergibt. Dies wird noch sichtbarer machen, wie wichtig Zusatzvorsorge ist. 

Die beschlossene Fixierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent, belastet die jüngere Generation. Die Stärkung der kapitalgedeckten Zusatzvorsorge ist damit auch eine Frage der Generationengerechtigkeit.

Branchen-Perspektive

Stärkung der kapitalgedeckten Zusatzvorsorge Link kopieren

Bislang stammen nur 13,7 Prozent der Alterseinkommen in Deutschland aus kapitalgedeckten Systemen – im internationalen Vergleich ist das sehr wenig. Um die Verbreitung der Zusatzvorsorge zu erhöhen, braucht es Angebote, die die Wünsche der Menschen berücksichtigen. Das heißt vor allem, dem hohen Sicherheitsbedürfnis der Deutschen gerecht zu werden. Die Versicherer sind die einzigen Anbieter von Altersvorsorge, die dies gewährleisten können. Lebensversicherer garantieren, dass eingezahlte Gelder zum Rentenbeginn erhalten bleiben und zahlen lebenslang sichere Renten. Mit über 84 Mio. Verträgen, davon mehr als 46 Mio. Rentenversicherungen, bleibt die Versicherungswirtschaft fester Bestandteil der Alterssicherung in Deutschland.

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