Geopolitische Lage und makrofinanzielle Unsicherheit belasten die Finanzstabilität Link kopieren
Mit dem Iran-Krieg und der Schließung der Straße von Hormus als schwerem Angebots- und Energieschock hat sich ein geopolitisches Risikoszenario materialisiert. Bislang hat sich das Finanzsystem als resilient erwiesen. Die Risiken für die Finanzstabilität sind jedoch hoch. Der anhaltende Konflikt im Nahen und Mittleren Osten hat tiefgreifende Implikationen für Realwirtschaft und Finanzsystem. Hinzu kommt eine hohe Veränderungsdynamik durch die rasante Entwicklung der KI. Die makrofinanzielle Unsicherheit ist äußerst hoch. Bestehende Verwundbarkeiten im Finanzsystem verstärken die systemischen Risiken, insbesondere hohe Bewertungen an den Aktienmärkten, hohe Staatsschulden in vielen Ländern und die Wachstumsschwäche Deutschlands und Europas.
Für den Versicherungssektor bleiben die Risiken moderat. Solide Solvenzquoten untermauern die Stabilität der Branche, und als langfristig orientierte Investoren profitieren Versicherer vom höheren Zinsniveau. In der April-Ausgabe ihres vierteljährlichen Insurance Risk Dashboard bewertet die EIOPA die aktuelle Risikolage der europäischen Versicherungswirtschaft gegenüber dem Vorquartal als unverändert auf mittlerem Niveau. In neun der zehn Risikorubriken des Dashboards werden die Risiken als moderat eingestuft. Die Hauptsorge der EIOPA gilt weiterhin den Marktrisiken der Versicherer, die angesichts der hohen Marktvolatilität mit „hoch“ (zweithöchste Risikostufe) bewertet werden.
Mehr erfahren Sie in unserer aktuellen Ausgabe der Financial Stability Perspectives.