Helden sind unsterblich. „So klein und schon bei den Sturmtruppen?“ Bereits ihr erster Satz – den armen Luke Skywalker verwirrend, der sie befreien will – setzt den Ton: Niemand im „Star Wars“-Kosmos ist so gewitzt und schlagfertig wie Prinzessin Leia Organa. Eine Ikone. Unverzichtbar. Umso schlimmer, dass ihre ebenso gewitzte Darstellerin Carrie Fisher vor einigen Monaten überraschend gestorben ist. In der Episode 8 „Star Wars: The Last Jedi“, die jetzt ins Kino kommt, ist sie gleichwohl zu sehen: Ihre Szenen waren bereits abgedreht. Allerdings war Fisher für kommende Episoden der Saga fest eingeplant. Was tun? Doppelt vorbauen. Der Disney-Konzern, der die Rechte an „Star Wars“ hält, hat bei Lloyd’s eine Versicherung gegen Einnahmeverluste durch den Tod von „Star Wars“-Schauspielern abgeschlossen, die sich im Fall von Fisher auf bis zu 50 Millionen Dollar belaufen soll. Sie deckt ihren Ausfall bei Werbeauftritten für den aktuellen Film und beim Dreh der geplanten neunten Episode ab. Fraglich ist allerdings, ob die Summe tatsächlich ausgezahlt werden muss. Moderne Tricktechnik ermöglicht es, Prinzessin Leia endlos weiterleben zu lassen: Carrie Fisher hat sich vor ihrem Tod einscannen lassen, was eine Art Kopie ihres Körpers aus Bits und Bytes ermöglicht. Sollten die „Star Wars“-Produzenten sie für kommende Filme nutzen, wäre endgültig bewiesen: Helden sind unsterblich.

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