Positionen-Magazin
Trend mit Risi­ko­po­ten­zial

Städte gehen gegen E-Scoo­ter vor

Die Beschwerden über E-Scooter häufen sich. Trotz Verbots sind viele Nutzer auf Gehwegen unterwegs, wahllos abgestellte Roller werden zu Stolperfallen, es gibt mehr Unfälle. Jetzt reagieren die Stadtverwaltungen.

Slalomfahren zwischen Fußgängern, Parken in Einfahrten, an Bushaltestellen oder quer zum Radweg, Scooter, die in Kanäle oder durch Schaufensterscheiben geworfen werden: Seit Mitte Juni sind elektrisch angetriebene Tretroller in Deutschland im Straßenverehr zugelassen – und längst nicht alles läuft rund. Siegfried Brockmann von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt: „Roller auf Gehwegen halte ich für eine große Gefahr. Ich fürchte, dass wir hier noch Unfälle mit schweren Verletzungen sehen werden.“ 

Anders als in London, Brüssel oder Paris gab es in deutschen Städten bisher noch keine tödlichen Unfälle, doch viele Stadtverwaltungen reagieren bereits auf die Probleme. So sollen etwa in Berlin die Roller künftig nur noch an ausgewiesenen Stellplätzen geparkt werden dürfen. Im Ausland greifen Politiker bereits zu härteren Restriktionen: Die Bürgermeisterin von Paris kündigte an, die Zahl der zugelassenen Verleiher von E-Scootern in der französischen Hauptstadt zu deckeln. Die Mailänder Stadtverwaltung hat die Elektroflitzer einstweilen komplett verbannt – bis man ausreichend auf die neuen Fahrzeuge vorbereitet sei.


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