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Nach­wuchs heiß begehrt

Hunderttausende Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Versicherungswirtschaft, doch insbesondere bei den selbstständigen Vermittlern sinken die Zahlen. Es mangelt an Berufseinsteigern.

Rund eine halbe Million Menschen arbeiten in der deutschen Versicherungswirtschaft, die meisten von ihnen in Nordrhein-Westfalen und Bayern, wo die größten Assekuranzkonzerne ihren Sitz haben. Gut 40 Prozent der Beschäftigten verdienen ihr Geld als selbstständige Vertreter, Makler und Berater. Gerade dieses Berufssegment bereitet der Branche allerdings zunehmend Sorgen: Die Beschäftigtenzahlen sind rückläufig, viele ältere Kollegen gehen in den Ruhestand, nur wenige junge rücken nach (siehe auch Bericht Seite 32). Gegenüber dem Stand dieser Statistik, die auf Daten aus dem Jahr 2017 beruht, ist die Anzahl der selbstständigen Versicherungsvermittler zu Beginn des laufenden Jahres auf rund 200.000 weiter gefallen.

Schwierig ist die Versorgung mit selbstständigen Vermittlern vor allem in den ländlichen Regionen, etwa in Mecklenburg-Vorpommern oder im Saarland. Vermittler betreuen dort oft ein sehr großes Gebiet – um zu ihren Kunden zu kommen, müssen sie zumeist vergleichsweise weite Wege zurücklegen. 

Vergleichsweise viele selbstständige Vertreter, Mak­ler und Berater gibt es hingegen in den Bundesländern, in denen auch führende Versicherungsunternehmen beheimatet sind: in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen. 

Quelle: AGV/BA; DIHK; GDV; Stand: 2017; * Abweichungen in Nachkommastellen durch Rundungsdifferenzen begründet.


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