Sie ist kaum breiter als einen Meter, schwankt im Wind und ihr Boden besteht aus einem dünnen Gitterrost: Das ist die längste Seilhängebrücke Deutschlands (und die zweitlängste der Welt), die im Mai südlich von Wernigerode im Harz eröffnet hat. Wer sich auf den 458 Meter langen Gang über den Stausee an der Rappbodetalsperre wagt, braucht Mut. Belohnt wird er mit einem atemberaubenden Ausblick auf den 100 Meter tiefer liegenden See und die Berge. Die Brücke ist das Werk des Brüderpaars Stefan und Maik Berke, deren Firma Harzdrenalin auf Freizeitabenteuer spezialisiert ist. Um irgendwelche Rekorde ging es den Brüdern dabei nicht: Sie brauchten lediglich eine Plattform für spektakuläre Pendelsprünge, ein Extremsport ähnlich wie Bungee-Jumping. Wem der Kick auf der Brücke nicht genug ist, kann sich deshalb auch an Seilen hinunterstürzen. Versichert ist das Rekordbauwerk natürlich auch: Im Fall eines Naturgefahrenschadens deckt die Police bis zu 1,8 Millionen Euro ab.

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