Seit der Mensch vor rund 1,7 Millionen Jahren gelernt hat, das Feuer zu zähmen, löst das Lodern von Flammen tiefe Gefühle in ihm aus. Wobei das mit dem Zähmen so eine Sache ist. Ganz wird der Mensch das Feuer wohl nie beherrschen. Das weiß jeder, dem schon mal das Grillgut verbrannt ist, und das gilt natürlich erst recht, wenn man 100 Tonnen Holz zu einem 60 Meter hohen Stapel zusammenträgt, um es damit ins Guinness-Buch der Rekorde zu schaffen. So geschehen Mitte März im österreichischen Lustenau. Jedes Jahr zur Fastenzeit werden dort hölzerne Türme entzündet. Diesmal hatte der Brauchtumsverein „Hofstalder Funkenzunft“ eigens 50 Zentimeter lange Nägel geschmiedet, um das Holz zum größten Lagerfeuer der Welt aufzuschichten. 10.000 Zuschauer erlebten, wie der Rekordturm in Flammen aufging. Glücklicherweise war auch die Feuerwehr vor Ort, denn der erste Funkenregen flog 300 Meter weit. Vorsorglich bespritzten die Einsatzkräfte Dächer mit Wasser. Dennoch kam es zu Brandschäden an Autos und Zeltplanen. Dafür springt nun eine Versicherung ein: Die Gemeinde hatte die Veranstalter verpflichtet, für ihr besonders hohes Feuer auch eine besonders hohe Police abzuschließen. Versicherungssumme: sechs Millionen Euro.

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