Er dreht Loopings, fliegt auf dem Rücken oder fällt scheinbar unkontrolliert vom Himmel: der 1940 vom Bremer Flugzeughersteller Focke-Wulf gebaute FW 44 Stieglitz. Dass der Doppeldecker hoch heute fliegt, liegt am Paderborner Verein Quax – keine Bruchpiloten, sondern versierte Kunstflieger. Sie stecken Tausende von Arbeitsstunden, privates Geld und viel Liebe in die Pflege ihrer fliegenden Oldtimer. In Archiven machen sie sich schlau, um jedes Einzelteil historisch genau zu restaurieren. In die Rekonstruktion des Stieglitz sind über die Jahre „sicher 100.000 Euro“ geflossen, sagt Ulrich Thüer, der das Können des Doppeldeckers auf Flugschauen demonstriert. Ein seltener Anblick, denn es existieren nur noch wenig mehr als ein Dutzend Stieglitze, die mit 160 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h eher schwach motorisiert sind. Zu Unfällen kommt es trotzdem höchst selten. Daher kommt die Versicherung recht preiswert – obwohl die Deckungssumme bei 3 Millionen Euro liegt.

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