Positionen-Magazin
Nur mal kurz die Welt ret­ten

CTU-Trans­port­re­geln

Jedes Jahr fallen Schätzungen zufolge fast 600 Container von Frachtern ins Meer, die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Dass es nicht noch mehr sind, liegt auch am CTU-Code. Dieser regelt, wie Güter richtig gesichert werden – nicht nur auf See.

CTU steht für Cargo Transport Units, also Güterbeförderungseinheiten. Das sind Seecontainer ebenso wie Bahnwaggons oder Lkw-Auflieger. Die aktuelle Version des Codes trat 2015 in Kraft, die Versicherer haben kräftig daran mitgewirkt. „Wir hängen die Latte hoch, vor allem, was die Sicherung der Ladung angeht“, sagt Uwe Schieder, Referent Transportversicherung und Schadenverhütung beim GDV. „Das war auch dringend notwendig: Ende der 1990er-Jahre gab es gut zwei Millionen Containerstellplätze auf Schiffen, heute sind es 25 Millionen.“ Mehr Ladung bedeutet stets ein höheres Fehlerpotenzial. 

Auf den Decks der Riesenfrachter stehen heute Türme aus einem guten Dutzend gestapelter Container. Geraten diese in Bewegung, wird es gefährlich. Genau das verhindern die Anleitungen im international anerkannten CTU-Code, auch wenn er bisher nicht verpflichtend ist. „Die Container müssen richtig gepackt werden, die Ladung im Innern darf sich nicht bewegen“, erklärt Schieder das entscheidende Ziel der Vorschriften. Ansonsten entstehe ein Effekt wie bei einer Abrissbirne. Und noch mehr Container würden im Meer landen.

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