Positionen-Magazin
Nach­rich­ten

Bit­coins hei­zen Klima ein

Erzeugung und Handel der Kryptowährung aus dem Computer fressen immer mehr Strom. Auf Island überflügelt der Bitcoin-Stromverbrauch inzwischen sogar den der Haushalte.

Nicht nur die Isländer sind genervt, weil immer mehr sogenannte Bitcoin-Miner die niedrigen Energiekosten auf der Insel ausnutzen, um mit energiehungrigen Rechnern die wertvolle Digitalwährung zu schürfen, und auf der Insel das Risiko eines Stromnotstandes heraufbeschwören. Auch Umweltschützer schlagen Alarm: Das Mining werde zur Hypothek für den Klimaschutz. Mitte Februar verbrauchten die Schürfer von Bitcoin und der verwandten Kryptowährung Bitcoin Cash mit täglich 135 Millionen Kilowattstunden weltweit so viel Energie wie Singapur oder Portugal. Jede Bitcoin-Transaktion, rechnet die US-Webseite Digiconomist vor, verbrauche so viel Strom wie 22 US-Haushalte pro Tag. Da der Strom für Bitcoins vor allem aus chinesischen Kohlekraftwerken stamme, würde für jede Bitcoin-Transaktion im Schnitt auch besonders viel CO2 emittiert, 325 Kilogramm. Ohne Änderungen an der genutzten Blockchain-Technologie würden Bitcoins den Klimawandel immer mehr befeuern, warnt die Webseite.

Auch inter­essant