Nicht in Fort Knox, sondern in New York stapeln sich die Goldreserven der Deutschen Bundesbank. Nicht alle, aber immerhin 674 Tonnen – und die kommen jetzt nach Hause, in 674 Flügen. Denn mehr als eine Tonne Gold pro Flug sind nicht erlaubt. Nicht wegen des Gewichts, sondern wegen der Transportversicherer. 32 Millionen Euro müssen sie der Bundesbank zahlen, falls die wertvolle Fracht auf dem Weg abhandenkommt. Die ersten Flüge aus New York und Paris – wo ebenfalls Barren lagern – sind bereits in Frankfurt am Main eingetroffen, in fünf Jahren soll der letzte Goldflieger landen. Mehr Details verrät die Bundesbank ungern – höchstens, wie das deutsche Gold überhaupt nach New York gekommen ist. Mit Russenangst und Kaltem Krieg hat das nichts zu tun, die Wahrheit ist prosaischer: Die Exporte der Wirtschaftswunderjahre brachten Deutschland jede Menge Dollars ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten. Seitdem liegen die Barren dort.

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