Kolumne
Kolumne Cyber­si­cher­heits-Check

Zehn kri­ti­sche Fra­gen für mehr Sicher­heit im WWW

Die vergangene Woche war geprägt vom Thema Cybersicherheit. „Der große Hacker-Super-GAU, der gar keiner war“, resümiert etwa die FAZ. War es am Ende nur die Tat eines 20-jährigen Nerds aus Hessen? Mag sein. Sie zeigt aber sinnbildlich auf, wie schlecht geschützt selbst intime Informationen im Netz sein können – ein neuer Test des GDV schafft Abhilfe.

Noch sind die Folgen des Datenraubs der vergangenen Woche noch gar nicht richtig absehbar – doch selbst wenn aktuell nicht viel Schindluder mit der Beute getrieben wurde – klar ist: in den falschen Händen, mit krimineller Energie wären die Schäden kaum mehr einzudämmen.

Deshalb brauchen wir eine neue Risikokultur für den Cyber-Space: Auf die Erkenntnis, dass die Chancen der Digitalisierung auch Risiken mit sich bringen, folgt bis heute gerade in vielen mittelständischen Unternehmen nur ein Achselzucken. „Was soll mir schon passieren?“ fragt der eine. „Die haben es doch nur auf die Großen abgesehen“, sagt der andere. Wer heute noch so denkt und handelt, spielt mit seinem Unternehmen russisches Roulette.

Stattdessen ist es höchste Zeit,  sich so gut wie möglich gegen die kriminellen Hacker zu schützen. Widerstand ist möglich – wenn man das Risiko ernst nimmt und sich gegen die Angriffe wappnet. Unternehmern, die Sicherheitslücken im ihrem Cyberschutz finden und schließen wollen, stellt der GDV seit dieser Woche ein wichtiges Werkzeug dafür bereit:  Der Cyber-Sicherheitscheck der deutschen Versicherer stellt ihnen die wichtigsten Fragen rund um die IT-Sicherheit: Sind die Passwörter sicher? Wer darf auf welche Daten zugreifen? Wie oft werden Sicherheitskopien erstellt? So deckt der Fragebogen Schwachstellen auf und gibt Hinweise, wo und wie die IT-Sicherheit verbessert werden kann. Für eine erste Bewertung der IT-Sicherheit kommt der Cyber-Sicherheitscheck mit nur zehn Fragen aus. Danach passt er sich dem individuellen Risiko an. Wenn ein Unternehmen etwa mit sensiblen Daten umgeht, vernetzt produziert oder Online-Handel betreibt, stellt der Cyber-Sicherheitscheck entsprechende Zusatzfragen mit höheren Anforderungen an die IT-Sicherheit.

Die Nachfrage nach Cyber-Versicherungen wächst

Dass sich in einigen Unternehmen bereits eine neue Risikokultur entwickelt, zeigen neue GDV-Zahlen zum Markt der Cyberversicherung. Wir erkennen ein erfreuliches Wachstum, über das wir zu unserer Jahres-Pressekonferenz am 29. Januar genauer berichten werden. Schon an unserem Cyber-Sicherheitscheck aber können Sie sehen: Unsere Branche bietet mehr als eine reine Schadenversicherung, sondern engagiert sich als Sicherheitspartner ihrer Kunden:

  • Wir sensibilisieren im Rahmen unserer Kommunikationsinitiative „CyberSicher“ mittelständische Unternehmen und einzelne Schwerpunktbranchen für die Gefahren aus dem Cyberspace.
  • Im Fall eines erfolgreichen Angriffs bieten wir umfangreiche Hilfe: Eine Cyberversicherung schickt und bezahlt IT-Experten, Kommunikationsberater und spezialisierte Anwälte. Sie stoppen den Angriff, sichern Beweise, schützen den guten Ruf und informieren betroffene Patienten und Behörden. Gerade diese Hilfe im Notfall ist für viele kleine und mittlere Unternehmen immens wichtig und ein sehr starkes Argument für den Abschluss einer Cyberversicherung.

Der große Daten-Klau der vergangenen Woche beweist einmal mehr: Cybersicherheit beginnt vor dem Hacker Angriff. Die Folgen eines Cyberangriffs können verheerend sein. Nicht nur für den Ruf, vor allem auch finanziell. Mit der richtigen Vorsorge lässt sich ein Angriff zwar nicht ausschließen - die Schäden aber auf ein Minimum begrenzen. Das gilt übrigens auch für Privatpersonen, für die unsere Branche ebenfalls Angebote macht.

Ihr

Jörg von Fürstenwerth

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