Kolumne
Kolumne Jah­res­me­dien­kon­fe­renz

Früh Zah­len lie­fern als Signal für Trans­pa­renz

Versicherer sind Teil der Gesellschaft. Deshalb werden Antworten von uns erwartet, welchen Beitrag wir zu sozialen und ökologischen Herausforderungen leisten können. Zahlen sind Fakten – und damit die Grundlage solcher Antworten.

Das neue Jahr ist Zeit der guten Vorsätze. Da machen wir keine Ausnahme – und haben im Rahmen unserer Initiative „7 Jahre länger“ schon mal 7 Vorsätze für ein längeres Leben für Sie zusammengetragen, die ich Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen möchte.

Der GDV hat sich vorgenommen, auch 2020 wieder einer der ersten, wenn nicht der erste große Verband zu sein, der mit den Jahreszahlen seiner Branche aufwartet. Am Mittwoch, 29. Januar ist es schon so weit: Die GDV-Jahresmedienkonferenz startet pünktlich um 10 Uhr in Berlin.

Ein Benchmark für unsere Mitgliedsunternehmen

Früh Zahlen zu liefern verstehen wir als Signal für Transparenz: Versicherer sind Teil der Gesellschaft. Deshalb werden Antworten von uns erwartet, welchen Beitrag wir zu sozialen und ökologischen Herausforderungen leisten können. Zahlen sind Fakten - und damit die Grundlage solcher Antworten. Branchenzahlen liefern außerdem Transparenz auf den Kapitalmärkten – in Form eines Benchmarks für unsere Mitgliedsunternehmen, die früh damit arbeiten und ihre Investoren und Stakeholder auf dem Laufenden halten können.

20-01-29 - GDV-Jahresmedienkonferenz in Berlin

Schon heute ist einiges bekannt: Versicherer haben unter schwierigen Rahmenbedingungen ein ansehnliches Gesamtergebnis erzielt. Das Beitragswachstum der Branche fiel im ersten Halbjahr 2019 mit einem Plus von 5,7 Prozent deutlich höher aus als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hier zeigen sich unter anderem Erfolge der Anpassungen im Geschäftsmodell an das Niedrigzinsumfeld. Für das Jahr 2020 ist erneut mit einem Plus der Beitragseinnahmen zu rechnen, dann aber wieder im Rahmen der langjährigen Norm.

Auch die vorläufige Naturgefahrenbilanz 2019 liegt bereits vor: Im vergangenen Jahr haben Stürme, Hagel und Starkregen in Deutschland versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Kraftfahrzeugen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro verursacht. Die Bilanz liegt damit auf dem Vorjahresniveau und unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 3,7 Milliarden Euro. Das Jahr steht dennoch für einige schwere Stürme, große Hitze und starke lokale Überschwemmungen – und ist damit charakteristisch für Extremwetter in Deutschland.

Wir freuen uns, Ihnen die Zahlen – und Pläne – unserer Branche Ende Januar im Detail vorstellen zu können. Weil wir Zukunft gestalten wollen, steht für uns im laufenden Jahr im Fokus:

  • der Umbau der Wirtschaft zu einer klimaneutralen, nachhaltigen Ökonomie,
  • eine nachhaltige, generationengerechte Sicherung der Altersvorsorge,
  • die Angemessenheit und die Verhältnismäßigkeit von Regulierung immer wieder aufs Neue anzumahnen und mit Vorschlägen einzufordern.

Ein aktuelles Beispiel? Die CO2-Emissionen in Deutschland sind 2019 deutlich stärker gesunken als erwartet. Hauptgrund: Eine höhere Stromproduktion durch Solar-, Bio- und Windkraftanlagen. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt den Weg: Innovation und Investition sind die Schlüssel zum Erfolg, nicht Regulierung und Gängelung.

Ihnen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

Ihr

Jörg von Fürstenwerth

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