Lebens­ver­si­che­rung

Ren­ten­leis­tun­gen erst­mals über 10 Mil­li­ar­den Euro

Die Rentenleistungen der deutschen Lebensversicherer haben 2017 erstmals die Marke von 10 Milliarden Euro übertroffen. Im Vorjahresvergleich stieg das Volumen der ausgezahlten Renten aus Lebensversicherungen (einschließlich Invaliditätsversicherungen) um gut drei Prozent. Damit setzt sich ein seit mehreren Jahren anhaltender Trend fort, zeigen aktuelle Daten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Vor zehn Jahren belief sich das Volumen der ausgezahlten Renten erst auf rund 6,3 Milliarden Euro. Seither ist diese Summe kontinuierlich gestiegen. Dies hat mehrere Ursachen. Zum einen steigt seit vielen Jahren die Anzahl der abgeschlossenen privaten und betrieblichen Rentenversicherungen, die nun zunehmend zur laufenden Auszahlung kommen. Zum anderen machen sich die vermehrten Leistungen aus Invaliditätsversicherungen, insbesondere aus Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen bemerkbar.


2,4 Millionen Rentenversicherungen in der Leistungsphase

Die Rentenzahlungen aus Hauptversicherungen –  beispielsweise einer klassischen oder auch fondsgebundenen Rentenversicherung – legten 2017 um 4,1 Prozent auf gut 7,6 Milliarden Euro zu. Diese Summe verteilt sich auf gut 2,4 Millionen Hauptversicherungen in der Leistungsphase – das sind gut 6 Prozent mehr als 2016.  

Auf Zusatzversicherungen entfielen Renten im Volumen von gut 2,4 Milliarden Euro (plus 0,7 Prozent). Bei den Zusatzversicherungen, die in Form einer Rente ausgezahlt werden, handelt es sich überwiegend um Invaliditätsversicherungen, die mit einer Hauptversicherung verbunden sind. Zum Jahresende 2017 hatten die Lebensversicherer rund 23,7 Millionen Zusatzversicherungen im Bestand, von denen 12,3 Millionen auf die Invaliditätsversicherung entfielen.

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