Schadenverhütung
Kli­ma­schutz­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung

Brand­schutz durch rich­ti­gen Umgang mit brenn­ba­ren Dämm­stof­fen gewähr­leis­ten

Die Bundesregierung hat heute ihr Klimaschutzpaket verabschiedet. Kernpunkte sind ein Energie-Effizienzprogramm sowie neue Vorgaben für Kohlekraftwerke. Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent reduziert werden. Insgesamt sollen 25 bis 30 Millionen Tonnen CO2 durch einen geringeren Energieverbrauch, etwa durch energetische Sanierungen und bessere Wärmedämmung eingespart werden. Mit dem Programm werden die staatlichen Fördermittel für Wärmedämmung aufgestockt und die steuerlichen Anreize für Hausbesitzer in Wärmedämmung zu investieren vergrößert.

„Das Aktionsprogramm ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung zur Reduzierung von klimaschädlichen Gasen“, sagt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. „Neben den finanziellen Anreizen muss jedoch in der Praxis auf eine fachgerechte Umsetzung bei der Wärmedämmung von Wohngebäuden geachtet werden.“ Wärmeverluste an Wohngebäuden können nur dann effizient vermindert werden, wenn eine sachgerechte Dämmung der Außenwände erfolgt. Neben der Auswahl eines geeigneten Dämmstoffes muss dabei auf die Brandgefährdung und das Zusammenspiel mit vorhandenen Baustoffen und Baukonstruktionen geachtet werden. Nur so wird die Brandgefahr vermindert und ein gesundes Raumklima gewährleistet.

Brennbare Dämmstoffe auf dem Prüfstand

WärmeDämmVerbundSysteme (WDVS) mit brennbaren Stoffen wie z. B. Polystyrol sind als Baustoff zugelassen. Da es in der Vergangenheit aber immer wieder zu verheerenden Bränden kam, wird derzeit auf Anregung der Bauministerkonferenz untersucht, ob Korrekturen an dieser Regelung nötig sind. Vor allem während der Bauphase an einem offenen, nicht verputzten Dämmsystem ist die Brandgefahr besonders hoch. Auch von brennbaren Stoffen, die direkt am Gebäude gelagert werden oder von Fahrzeugen, Müllcontainern oder Holzschuppen in unmittelbarer Nähe des Gebäudes, geht eine erhöhte Brandgefahr aus, wenn ein Haus wärmegedämmt wurde.

Die Brandgefahr und eine Ausbreitung des Feuers kann nur begrenzt werden, wenn die Vorschriften des Herstellers des WDVS genau eingehalten wurden. Der fachgerechte Einbau der Dämmung und eine regelmäßige Wartung sind deshalb zwingend erforderlich. Der Bauherr sollte den Einbau eines WDVS vor allem in Bezug auf notwendige Maßnahmen zum Brandschutz umfassend dokumentieren.

Um künftig die Brandgefahren weiter zu minimieren, erarbeiten die deutschen Versicherer derzeit eine Publikation zur Schadenverhütung von WDVS mit konkreten Hinweisen zur Minimierung der Brandgefahren. Die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2015 geplant.
 

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