Nach­hal­tig­keit

Darum ist Frank­furt gut für das Inter­na­tio­nal Sustaina­bi­lity Stan­dards Board

Das International Sustainability Standards Board (ISSB) soll ab Herbst globale Nachhaltigkeitsstandards für den globalen Kapitalmarkt erarbeiten. Weil keine Zeit zu verlieren ist, sind Vernetzung und Expertise wichtige Standortbedingungen - die Frankfurt besonders gut erfüllt.

Beim Thema Sustainable Finance hat Europa im internationalen Vergleich eine ausgesprochen gute Wettbewerbsposition. Mit Regulierungsbausteinen wie der Taxonomieverordnung, der Transparenzverordnung und der künftigen Corporate-Sustainability-Reporting-Directive entsteht derzeit eine tragfähige Basis für einen ökologisch und sozial nachhaltig ausgerichteten Kapitalmarkt.

Doch gelten diese europäischen Regeln in erster Linie für europäische Unternehmen. Außerhalb der EU gelten andere – oder schlimmstenfalls gar keine. Diese Lücke soll und muss möglichst schnell geschlossen werden. Das International Sustainability Standards Board (ISSB) soll international einheitliche Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickeln, analog zum IFRS-Regelwerk des IASB für die finanzielle Berichterstattung.

Ideale Voraussetzungen für einen fruchtbaren Dialog über globale Regeln für mehr Nachhaltigkeit

Zum Glück muss das ISSB seine Arbeit nicht bei null beginnen. Je stärker das Board die bereits vorhandenen Erfahrungen und die verfügbare Expertise nutzt, desto schneller werden wir einen hoch qualitativen globalen Standard bekommen. Mit der Europäischen Zentralbank und der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA sind in Frankfurt bereits zwei Player vor Ort, die die Rahmenbedingungen für nachhaltige Investments in Europa wesentlich prägen. Zudem sind in Frankfurt alle global bedeutenden Finanzmarktakteure präsent – ideale Voraussetzungen für einen fruchtbaren Dialog über globale Regeln für mehr Nachhaltigkeit.

Und den soll – so der Plan – das ISSB noch 2021 beginnen.

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