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Wie gut ist Deutsch­land gegen Ele­men­tar­schä­den ver­si­chert?

Jedes dritte Gebäude in Deutschland ist gegen Elementarschäden versichert. Weiterhin unterschätzen viele Hausbesitzer die Gefahr – etwa von Starkregen.

Wer glaubt schon, dass das Wasser kniehoch im Wohnzimmer stehen könnte? Wer vom Fenster auf einen Flusslauf blickt, muss zwar mit derlei rechnen, alle anderen fühlen sich geschützt – zu Unrecht. Starkregen kann überall in Deutschland Häuser fluten. Die Folgen fangen Elementarschadenversicherungen auf. Sie gibt es als Zusatz zur Wohngebäude- und Hausratversicherung, wobei immer mehr Versicherer diese Option von vornherein ins Angebot einbauen. Diese Chance nutzen zunehmend mehr Eigentümer und Mieter: War im Jahr 2002 nicht einmal jedes fünfte Gebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versichert, so steigt der Anteil seitdem kontinuierlich: 2008 war jedes vierte, 2013 jedes dritte Gebäude gegen Starkregen, Hochwasser, Schneedruck, Lawinen und Erdrutsche, Erdbeben und Vulkanausbrüche versichert. Mittlerweile ist die Quote auf 37 Prozent angestiegen – allerdings ungleich verteilt. Während in Baden-Württemberg die Policendichte wegen der früheren Versicherungspflicht sehr hoch ist, wird woanders oft mehr auf fest gedrückte Daumen denn auf effizienten Versicherungsschutz gesetzt.

Quelle: GDV, Stand: 31.12.2015

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