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Wer ries­tert am eif­rigs­ten?

Nirgendwo ist die Zahl der Menschen mit Riestervertrag höher als in Nordrhein-Westfalen. Aber im Vergleich zur Wohnbevölkerung liegen Bayern und Thüringen vorn.

Wer mit Riester für das Alter vorsorgen will, zahlt bis zu vier Prozent seines Einkommens in einen Altersvorsorgevertrag. Der Staat belohnt die Sparbemühung mit Zulagen, Steuerermäßigungen oder einer Kombination aus beidem. Dass dieses Modell in den bevölkerungsreichsten Bundesländern die zahlenmäßig größte Anhängerschaft hat, ist wenig überraschend. Die meisten geförderten Riesterverträge gibt es laut Statistik der zuständigen Zentralen Zulagenstelle Altersvermögen (ZfA) in Nordrhein-Westfalen, Bayern und mit einigem Abstand in Baden-Württemberg. Am Schluss der Tabelle liegt das Saarland. Allerdings sagen die absoluten Zahlen wenig darüber aus, wo Riester am beliebtesten ist. Denn dazu müsste man nicht nur wissen, wie viele Menschen pro Bundesland riestern, sondern auch, wie viele überhaupt eine Riester-Förderung bekommen könnten. Leider lässt sich das kaum ermitteln. Nimmt man die Zahl der Einwohner vom Neugeborenen bis zum Greis als sehr grobe Annäherung, verändert sich das Riester-Ranking spürbar. Zwar bleibt Bayern vorn, auf die nachfolgenden Plätze schieben sich aber die ostdeutschen Bundesländer Thüringen und Sachsen. Die Stadtstaaten liegen abgeschlagen auf den hinteren Rängen.

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