Für die meisten Menschen markiert der 1. Januar einen Anfang. Für das Team hinter dem Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen dagegen ist er Höhepunkt und Ende – von monatelanger Arbeit und mindestens tagelangem Zittern. Denn je näher der Termin für das zweite Springen der Vierschanzentournee rückt, desto banger verfolgen die Organisatoren den Wetterbericht: Wärme und Wind können leicht das Aus bedeuten. Deshalb haben die Veranstalter und die Gemeinde Garmisch Versicherungen abgeschlossen. Sie greifen, wenn das Springen aufgrund von Wetterwidrigkeiten abgesagt oder verschoben wird oder falls zum Beispiel ein Brand zum Ausfall führt. Auf exakt 36.462.000 Euro beläuft sich der Schutz für Stadion und Schanze – und auf mehr als eine Million Euro der für die Veranstaltung selbst. In der Tourneegeschichte fiel bislang allerdings erst einmal ein Wettkampf komplett aus: 2008 in Innsbruck. In Garmisch müsste in einem solchen Fall unter anderem das Eintrittsgeld der rund 25.000 Zuschauern rückerstattet werden, immerhin gut 500.000 Euro. Denn ohne Springer ist selbst die preisgekrönte Garmischer Schanze nicht mehr als ein 149 Meter hoher Klotz aus Stahl. Wenn auch ein elegant geschwungener.

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