Positionen-Magazin
Indus­tri­elle Revo­lu­tion

Digi­tale Sicher­heit

Die nächste industrielle Revolution hat längst begonnen. Das Erfassen und Auswerten von Daten verändert unser Leben von Grund auf. Das birgt für Versicherer viele Chancen – bringt aber auch große Verantwortung bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit sich.

An der Ampel alle abhängen, mit Schwung in die Kurve und rauf auf die Autobahn. Leben auf der Überholspur! Und der Autoversicherer kriegt alles mit: Informiert von einer Blackbox im Auto, passt er seine Prämie an. Diese Vision lässt nicht nur Raser erschaudern. Big Brother ist kein beliebter Beifahrer. Das könnte sich allerdings ändern, sobald dieser große Bruder zu verraten imstande wäre, wohin Diebe den Neuwagen entführt haben.

Denn das tun elektronische Helfer: Sie helfen. Wie viele Leben könnten Fitness-Armbänder retten, die automatisch einen Notruf senden, wenn verunglückte Skifahrer oder Kletterer Hilfe brauchen? Wer möchte nicht von Sensoren davor gewarnt werden, dass die Herdplatte unbeaufsichtigt vor sich hin glüht, bevor die darauf abgelegte Zeitung einen Wohnungsbrand auslöst? Unser Alltag wird digitaler, und das rückt eine Reihe neuer Möglichkeiten für Versicherungen ins Blickfeld. Daten zu sammeln, zu analysieren und auszuwerten ist seit je das Kerngeschäft der Assekuranz. Jetzt kommt zu den riesigen internen Datenschätzen ein gigantischer Fundus externer Informationen hinzu. Wem es am besten gelingt, aus diesen Bergen an Daten die geschäftsrelevanten herauszufischen, zu verknüpfen und strukturiert nutzbar zu machen, der bereitet den Boden für völlig neue Angebote. „Die Chancen für die Versicherungswirtschaft sind immens – und zwar so immens, dass sie damit wieder zur größten Herausforderung werden“, meint Rolf Meyer, Partner und Versicherungsexperte der Unternehmensberatung BearingPoint.

Privates bleibt privat

Die Versicherer müssen sich mit allen drei zentralen Treibern dieser Entwicklung auseinandersetzen. Es geht nicht nur um die Automatisierung der Geschäftsprozesse, wie etwa Banken sie derzeit vorantreiben. Es geht um weit mehr als die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation – wie in der digitalen Fabrik, in der Werkstücke und Anlagen sich selbstständig und bedarfsgerecht organisieren. Es geht vor allem um die gesellschaftlich umstrittene Frage, wie viele und welche Daten Menschen von sich preisgeben. „Das alles setzt eine steilere Lernkurve voraus – vor allem, was die Themen Privacy und Vertrauensschutz betrifft“, sagt Volker Gruhn, der als Professor für praktische Informatik an der Universität Duisburg-Essen mit zahlreichen Forschungspartnern in der Versicherungswirtschaft zusammenarbeitet.

Die Branche bricht zu einer großen Reise auf. 75 Prozent der Versicherer erwarten, dass die Digitalisierung ihr Geschäft in den kommenden fünf Jahren maßgeblich verändern wird. Lebensversicherer rechnen dadurch in den nächsten drei Jahren mit sieben Prozent mehr Prämieneinnahmen, Sach- und Unfallversicherer mit fünf Prozent. Das hat die Unternehmensberatung Accenture 2014 in einer Umfrage bei 141 Versicherern aus 21 Ländern herausgefunden – 26 von ihnen stammten aus Deutschland. „Die digitale Transformation wird die Geschäftsmodelle und die Wertschöpfungskette kräftig durcheinanderwirbeln“, meint Christian Richter, Managing Director Insurance Strategy Accenture.

Die Geschäftsprozesse zu automatisieren ist dabei noch die leichteste Übung der strategischen Neuausrichtung. „Das haben alle im Griff“, sagt Gruhn. Proaktiven Versicherungsschutz für vernetzte Maschinen zu entwickeln erfordert deutlich mehr Kreativität und unternehmerisches Engagement. Wer sich noch weiter vorwagt und Angebote entwirft, die digitale Personendaten einbeziehen, kann sich einer flammenden Diskussion sicher sein. Die Generali Gruppe bekam das zu spüren.

Basis: Freiwilligkeit

Der Konzern hat im November 2014 als erster großer europäischer Versicherer angekündigt, demnächst Produkte auf den Markt bringen zu wollen, die Fitness, Ernährung und Lebensstil der Kunden elektronisch vermessen – und zwar auf freiwilliger Basis. Vorbild ist der Kooperationspartner Discovery, ein südafrikanischer Finanzdienstleister und Versicherer, der seine Kunden mit Gutscheinen und Prämienrabatten belohnt, wenn sie ihren gesunden Lebensstil transparent machen und ihn mit einem Fitness-Armband oder einer App dokumentieren.

„Mit Kritik hatte ich gerechnet. Aber dass die Debatte so einseitig geführt wird, hat mich doch überrascht“, sagt Generali-Deutschland-Vorstand Christoph Schmallenbach. Datenschützer und Politiker verurteilten den Vorstoß als unangemessenen Eingriff in die Intimsphäre. „Wir wollen ja ein Produkt entwickeln, das zu den deutschen Vorstellungen von Privatsphäre passt und die strengen Datenschutzvorschriften erfüllt – doch wird unser Angebot angegriffen, lange bevor die Fakten auf dem Tisch liegen“, bedauert Schmallenbach. Einerseits werde der Branche oft vorgehalten, innovationsfeindlich zu sein. Andererseits führe allein die Ankündigung solcher freiwilligen, interaktiven Angebote zu mehr schwarz als weiß gefärbten Debatten. „Deutschland ist Wissensland“, sagt Christoph Schmallenbach. Gerade deswegen sollten wir nicht nur über die Risiken, sondern auch über die Chancen der Digitalisierung reden.“

Aktive Lebensbegleiter

Für die Assekuranz birgt sie die Chance, sich vom Risikoabsicherer zum aktiven Lebensbegleiter weiterzuentwickeln. Wenn Sensoren verlässliche Daten zu Lebens- oder Fahrstil ihrer Kunden liefern, können Versicherer die Risiken besser kalkulieren, Tarife dynamisch anpassen und gezielt Informationen an die Kunden zurückspielen. Psychologische Studien zeigen, dass derartige Feedbackprozesse zu direkten Verhaltensänderungen führen können. „Pay as you live-Versicherungsmodelle haben ein Riesenpotenzial“, meint IT-Stratege Gruhn. Sie lassen sich theoretisch auf alle möglichen Lebensbereiche ausdehnen – ob Gesundheit, Mobilität oder Wohnen. Insgesamt 50 Milliarden Euro, schätzen die Analysten des Statistical Analysis System Institute, könnten Versicherer bis 2020 allein mit Telematikangeboten in Europa einnehmen.

Dabei kommt es allerdings zu einem Effekt der Selbstselektion: Von den neuen Angeboten fühlen sich vor allem Menschen angesprochen, die ohnehin gesund leben oder sicher fahren. Sie sind es, die mit geringeren, risikogerechteren Prämien rechnen können. Das birgt auch Gefahren, denn Versicherungen basieren auf dem Solidaritätsprinzip. Es ist ein Kollektiv von Menschen, das Risiken ökonomisch ausgleichen kann, die Einzelne nicht tragen könnten. Dass Raser mehr zahlen, mag gesellschaftlich vielleicht vertretbar sein. Im Bereich der Krankenversicherung dagegen ist das Problem offensichtlicher: Je weniger die Gesunden zahlen, umso mehr lastet auf den Schultern der Kranken. Im Extremfall könnte das Solidaritätsprinzip ausgehöhlt werden. „Wir müssen diese Vorbehalte sehr ernst nehmen. Faktum ist, dass hier eine Grundsatzfrage zur Zukunft des Versicherungsprinzips gestellt wird, die von uns Antworten erfordert“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV.

Grenzen der Moral

Den Möglichkeiten stehen die Grenzen der Moral entgegen. Wie weit können sich Versicherer also vorwagen? „Niemand will sich den nächsten Imageschaden einfangen“, sagt Fred Wagner, Professor für Versicherungslehre an der Universität Leipzig. Zumal sich nicht nur die Gesellschaft, sondern auch der Einzelne bei der Weitergabe persönlicher Daten durchaus ambivalent zeigt. Facebook und Google haben ihren Ruf als Datenkraken längst weg, trotzdem teilen viele ihre wichtigsten Lebensereignisse brühwarm auf den sozialen Plattformen mit – von der Verlobung über den Mountainbike-Unfall bis zur Geburt des Kindes. Und Google könnte über viele Nutzer seiner Suchmaschine schon zu Lebzeiten einen intimen Nachruf verfassen.

Ist das okay? Oder nicht? „Bei jeder radikalen technischen Umwälzung muss man sich mit moralischen Fragen befassen, und das ist richtig so“, sagte der Axa-Vorstandsvorsitzende Henri de Castries der „Süddeutschen Zeitung“. Auch seine Branche müsse abwägen, was sinnvoll ist. Grundsätzlich aber gelte: „Je mehr Daten wir haben, je besser wir das Risiko einer Person analysieren können, umso besser können wir bei der Verhütung von katastrophalen Entwicklungen helfen.“ Die Versicherungswirtschaft beweise seit Jahrzehnten, dass sie mit Kundendaten verantwortungsvoll umgehe, findet auch Christoph Schmallenbach von Generali Deutschland. Vom Einkommen über gefährliche Hobbys bis hin zu Krankheiten – die Versicherer wissen seit je viel über ihre Kunden und nutzen die Informationen ausschließlich für den vereinbarten Zweck der Absicherung. „Die digitalen Pioniere sind da deutlich intransparenter. Sie legen nicht so genau offen, was mit den gesammelten Nutzerdaten passiert.“ Dass die Kritik nun ausgerechnet auf Unternehmen wie Generali oder Axa niederprasselt, ärgert Schmallenbach:„Es ist offensichtlich nur wenigen bewusst, dass wir weit höhere Standards als die großen digitalen Player erreicht haben.“ Seine Lehre aus der Kritik: diese Standards besser zu kommunizieren.

Bereits vor zwei Jahren hat sich die Branche mit dem selbst gesteckten Code of Conduct zu einer Geheimhaltung der Kundendaten verpflichtet, die weit über die deutschen Datenschutzvorschriften hinausreicht. Jedes Jahr gibt die Versicherungswirtschaft vier Milliarden Euro für ihre IT und damit auch für die Sicherheit der Systeme aus. Außerdem betreiben die Versicherer ein Lage- und Krisenreaktionszentrum (LKRZV), das als Meldestelle und Frühwarnsystem für IT-Sicherheitsvorfälle fungiert. „Inzwischen interessieren sich viele Branchen für unser LKRZV, weil durch den Druck des IT-Sicherheitsgesetzes jetzt auch andere wissen wollen, wie wir uns vor Cyberkriminalität schützen“, sagt Schmallenbach, der sich beim GDV im Ausschuss Betriebswirtschaft und Informationstechnologie engagiert.

Einen Weg zu finden, die neuen Informationendatenschutz konform zu nutzen, bietet Vorteile für beide Seiten: So lassen sich Risiken erschließen, die vorher aufgrund mangelnder Informationen nicht versicherbar gewesen wären. „Versicherungen gegen Betriebsunterbrechungen sind heute noch eine Herausforderung. Was sich beispielsweise negativ auf Lieferketten auswirken kann, ist komplex und entsprechend schwierig zu erfassen. Dadurch hat das Geschäft noch nicht die Bedeutung, die es eigentlich haben könnte“, erklärt Till Böhmer, Leiter der Strategieabteilung des Rückversicherers Munich Re.

Angesichts der immer stärker global verflochtenen Warenströme wird eine Absicherung etwa in der Elektronikindustrie jedoch immer wichtiger. Und obwohl die Unternehmen daran arbeiten, ihre Lieferketten transparenter zu machen, reichen die Informationen selten aus, um das Risiko einer Betriebsunterbrechung adäquat einzuschätzen. Im Internet hingegen gibt es dazu einen riesigen Fundus an Informationen – frei verfügbar, aber nicht strukturiert. „Gelingt es uns, mithilfe von Big Data die Lieferketten besser zu verstehen, könnten wir weit mehr und risikogerechtere Versicherungen anbieten“, sagt Böhmer. Indem sowohl neue Betriebsunterbrechungs-Policen geschlossen als auch Schadensrisiken minimiert werden, erhofft sich Munich Re so allein durch dieses eine Pilotprojekt, ein Potenzial in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags zu erschließen.

Risiken verschieben sich

Intelligente Suchprogramme zu entwickeln, die sich im Laufe der Zeit selbst optimieren, ist daher die große Aufgabe des neu gegründeten Data Analytics Center der Munich Re. Insgesamt fünf Pilotprojekte hat Munich Re derzeit gestartet, in denen der Rückversicherer herausfinden will, wo das Sammeln und Auswerten großer Datenmengen die Risikoprüfung und die Preispolitik optimieren kann. Gleichzeitig zeichnet sich durch die Digitalisierung der Gesellschaft eine Verschiebung der zu versichernden Risiken ab.

Das zeigt sich gut am Beispiel des autonomen Fahrens: Je selbstständiger das digital voll vernetzte Auto eines Tages fahren wird, umso weniger relevant wird die Haftpflichtversicherung für den Fahrer. Im Gegenzug werden jedoch Produkthaftung und die Folgen der Cyberkriminalität immer wichtiger. Munich Re schätzt das Beitragsaufkommen für Versicherungen gegen Cyberrisiken im Jahr 2014 auf etwa zwei Milliarden Dollar allein in den USA. Zum Vergleich: Weltweit verursachten Hacker laut Sicherheitssoftware-Anbieter McAfee jährlich Schäden von rund 445 Milliarden Dollar. Für Versicherer eröffnet sich damit ein gigantischer Wachstumsmarkt.

Neue Konkurrenten aus dem WWW

Ein Markt, in dem neue Spielregeln gelten. Das zeigt sich im Vertrieb: Während vor zehn Jahren die meisten Kunden ihre Versicherungsangelegenheiten über Vertreter regelten, informiert sich heute bereits jeder zweite auch im Internet. Das hat neue Konkurrenten gelockt. Vergleichsportale wie check24 und Verivox bieten eine Kombination aus Preisvergleich, Produkt- und Servicebewertungen. „Die Portale haben das Potenzial, Game Changer zu sein“, sagte Ergo-Vorstand Daniel von Borries im Dezember auf der Konferenz „Versicherung und Internet“. In Großbritannien ist Google bereits seit 2011 mit einem eigenen Vergleichsportal auf dem Markt; hiesige Aggregatoren rüsten sich schon seit Längerem für Googles Markteintritt in Deutschland.

„Mit den IT-Unternehmen und den Versicherern treffen zwei Welten aufeinander“, sagt Markus Franke, Partner und Digitalisierungsexperte bei der Unternehmensberatung BearingPoint. Während die traditionell orientierten Versicherer auf Wirtschaftlichkeitsberechnungen pochten, hätten Newcomer einen entscheidenden Vorteil: Schnelligkeit. Eine ganze Branche zu digitalisieren dauert naturgemäß ungleich länger und erfordert Milliardeninvestitionen. „Wer jetzt noch auf den sicheren Business-Case wartet, läuft Gefahr, dass die Konkurrenz links und rechts an ihm vorbeizieht“, meint Franke.

Neben den Vergleichsportalen kommen neue Mitstreiter immer öfter auch in Form von Start-ups wie AppSichern daher. Das ist eine App, die Kurzentschlossenen Versicherungen für unterwegs wie Unfallschutz im Ski- oder Surfurlaub anbietet. Bei Friendsurance wiederum können Kunden über Facebook ein Sicherheitsnetz von Freunden gewinnen, in dem die Beteiligten bei kleineren Schäden selbst Geld zusammenlegen. Dafür werden ihnen im Gegenzug rabattierte Tarife von Haftpflicht-, Hausrat- und Rechtsschutzversicherungen gewährt. Der niederländische Versicherer Kroodle wiederum vertreibt seine Policen rund um die Uhr über Facebook und wirbt mit Abschlüssen innerhalb einer Minute.

Währung „Vertrauen“

Allerdings ist das Geschäft der Versicherer untrennbar und viel stärker als in anderen Branchen mit dem Vertrauen ihrer Kunden verbunden „Das müssen sich die Newcomer erst verdienen“, sagt Franke. Doch die Marktdynamik ändert sich. In Zukunft müssen Versicherer die Präferenzen und Wünsche ihrer Kunden weit besser kennen. „Convenience ist der Treiber, Vertrauen ist die Währung“, sagt Karl-Heinz Land, Gründer der auf die Digitalisierung spezialisierten Unternehmensberatung Neuland. Für mehr Komfort sind viele Kunden bereit, auch mehr Daten von sich preiszugeben – aber nur, wenn das Vertrauen stimmt.

Das weiß auch die Allianz. „Wir müssen die Agentur um die Ecke an die digitale Welt anschließen“, sagt Bernd Heinemann, Vorstand Marktmanagement der Allianz Deutschland. Für dieses Projekt hat der Branchenprimus ein rund 200 Millionen Euro schweres Programm aufgelegt. Erster wichtiger Baustein der Strategie war der Start des Online-Portals „Meine Allianz“, über das Kunden ihre Verträge auch online verwalten können. Im Herbst 2014 folgte ein Generalumbau des Internetauftritts, bei dem die Darstellung von Produkten und Services grundlegend überarbeitet wurde. Außerdem wurden die individuellen Webseiten der rund 8500 Allianz-Agenturen nahtlos mit der Homepage allianz.de verbunden. „Auch in Zukunft wird der überwiegende Teil der Online-Reisen von Kunden und Interessenten bei einem der Vertreter enden“, sagt Klaus Driever, Leiter Digitaler Verkauf bei der Allianz Deutschland. „Menschen mögen Menschen, persönliche Beratung und Service haben auch in der digitalen Welt für Kunden einen hohen Stellenwert. “Diese Überlegung war auch Ideengeber für eine neue Kfz-Versicherung, „Mein-Auto digital+“, die Online-Information mit persönlichem Service im Bedarfsfall verbindet.

Der „Gefällt mir“-Vertreter

Wie viel Vertrauen der Kontakt über das Netz schafft, das spürt Volker Büscher seit zwei Jahren jeden Tag aufs Neue. Um junge Leute anzusprechen, fing der Kölner Allianz-Vertreter an, Fotos und Videos von sich und seiner Boxerhündin Hera auf Facebook zustellen, und verlinkte sie mit seiner Vertreter-Homepage. Seitdem ist Büscher mit 5866 „Gefällt mir“-Angaben für eine wachsende Fangemeinde zur Marke geworden. Jeden Monat bekommt seine Allianz-Seite allein über Facebook zwischen 5000 und 6000 Klicks. Laut Allianz verkauft der 37-Jährige heute mehr Tierkrankenversicherungen als jeder andere in Deutschland. Kürzlich rief ihn eine Facebook-Freundin bis nach Ostfriesland, um 20 Pferde und das Gestüt zu versichern. Auf Büschers Frage, warum ausgerechnet er und nicht die Allianz-Agenturkollegen vor Ort, antwortete die Kundin: „Die anderen kenne ich doch gar nicht.“ Büscher: „Da habe ich eine Gänsehaut bekommen.“

Text: Lena Bulczak

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