Positionen-Magazin
Test­stre­cken für auto­ma­ti­sier­tes Fah­ren

Fährt wie von selbst

Im kommenden Jahr wird die Zahl der Teststrecken für automatisiertes Fahren zunehmen. Und auch die Herausforderungen an die selbstfahrende Technik steigen.

Auf der A 9 zwischen Nürnberg und München rauscht der Verkehr wie üblich. Dass die Autobahn ein Testfeld ist, auf dem automatisiertes Fahren erprobt wird, kriegt keiner mit – es sitzen ja immer noch Menschen hinter dem Steuer, auch wenn die Technik das Fahren übernimmt. Im kommenden Jahr wird nicht nur die Zahl der Teststrecken zunehmen, sondern auch die der Herausforderungen an die selbstfahrende Technik: runter von der Autobahn, rauf auf die Landstraßen und sogar hinein in die Städte. Auf Sylt und in Bad Birnbach kann jeder automatisiertes Fahren live erleben: Dort sind Busse unterwegs, die auf Fahrer verzichten (ja, zur Sicherheit sitzt trotzdem einer hinterm Steuer). Für Forscher und Entwickler aufschlussreicher sind allerdings die groß angelegten Versuche im Großraum Salzgitter und bei Düsseldorf: Hier wird erforscht, ob die Technik es schafft, die unterschiedlichen Anforderungen von Autobahn, Landstraße und Stadt gleich gut zu bewältigen – im Saarland sogar grenzüberschreitend. Übrigens: Sollte es trotzdem zu Unfällen kommen, werden die Unfallopfer von der Kfz-Haftpflichtversicherung entschädigt, die auch für jedes automatisierte Fahrzeug abgeschlossen werden muss.

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