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Ver­or­tet

Ein­bruch bei Ein­brü­chen

In Deutschland wird immer seltener eingebrochen. Bereits im dritten Jahr in Folge weist die Kriminalstatistik einen Rückgang der Delikte aus. Der Grund: Die Hausbesitzer machen es den Kriminellen zunehmend schwer.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist im dritten Jahr in Folge gesunken. Den Kriminalstatistiken der 16 Bundesländer zufolge wurden den deutschen Versicherern im vergangenen Jahr rund 110.000 Fälle gemeldet – gut 20.000 weniger als 2017. Auch die Schadenhöhe ist deutlich geringer als im Vorjahr: Sie ging um 50 Millionen auf 310 Millionen Euro zurück und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren. Besonders stark ausgeprägt war der positive Trend in Nord- und Westdeutschland: Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen meldeten Rückgänge von mehr als 20 Prozent. In Niedersachsen, dem Land mit der zweithöchsten Zahl an Einbrüchen bundesweit, waren es beachtliche 17,6 Prozent. Zurückzuführen ist die Entwicklung vor allem auf stärkere Prävention seitens der Eigentümer. „Viele Hausbesitzer haben in den vergangenen Jahren in bessere Sicherheitstechnik investiert, das zahlt sich aus“, sagt der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Wolfgang Weiler. Um den Kriminellen das Leben weiter zu erschweren, fordert er, einbruchsichere Türen und Fenster bei Neubauten zur Vorschrift zu machen. Stark gegen den Trend verlief die Entwicklung 2018 im Saarland: Hier stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche um 18,9 Prozent – was allerdings auf einen einzelnen Serientäter zurückzuführen ist, auf dessen Konto mindestens 420 Wohnungseinbrüche gehen sollen.

Text: Claus Gorg

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