Cyber­kri­mi­na­li­tät

Im Mit­tel­stand steigt das Inter­esse an Cyber­ver­si­che­run­gen

Kleine und mittlere Unternehmen zeigen verstärktes Interesse an Cyberversicherungen. Insbesondere in Firmen mit mehr als 2 Millionen Euro Umsatz ist die relativ neue Absicherung bekannter und beliebter geworden.

Wie aus repräsentativen Forsa-Umfragen im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus den Jahren 2018-2020 hervorgeht, waren Cyberversicherungen noch vor zwei Jahren in weiten Teilen der mittelständischen Wirtschaft unbekannt. Viele der befragten Entscheider kannten das Angebot gar nicht oder standen einer entsprechenden Absicherung skeptisch gegenüber.

Seitdem hat sich einiges getan – allerdings nur ab einer bestimmten Unternehmensgröße:

  • In  Kleinstunternehmen (bis 9 Mitarbeiter, bis 2 Mio. Euro Umsatz) ist die Lage unverändert. Wie 2018 hat die Mehrheit der Unternehmer nach wie vor nichts von einer Cyberdeckung gehört, vier von fünf Befragten halten eine solche Police auch nicht für interessant oder haben sich bewusst gegen einen Abschluss entschieden.
  • In kleinen Unternehmen (10-49 Mitarbeiter, 2-10 Mio. Euro Umsatz) kennen hingegen schon fast 70 Prozent der Entscheider das Angebot einer Cyberversicherung; das sind rund 20 Prozentpunkte mehr als 2018. Ähnlich erfreulich entwickelt sich die Akzeptanz: Im Jahr 2020 gaben 35 Prozent der kleinen Unternehmen an, bereits eine Cyberpolice zu haben oder einen Abschluss zu planen, 2018 waren es nur 17 Prozent.
  • In mittleren Unternehmen (50-249 Mitarbeiter, 10-50 Mio. Euro Umsatz) ist die Cyberdeckung mittlerweile drei von vier Entscheidern bekannt (+15 Prozentpunkte). Während 2018 nur 22 Prozent eine Cyberversicherung hatten oder abschließen wollten, waren es 2020 mit 43 Prozent schon fast doppelt so viele.

Hintergrund

Im Rahmen seiner Kommunikationsinitiative „CyberSicher“ beauftragt der GDV seit 2018 jedes Jahr die Forsa Politik­ und Sozialforschung GmbH mit der Befragung von 300 Entscheidern in kleinen und mittleren Unternehmen. Die Untersuchungen sind so angelegt, dass repräsentative Aussagen zu Kleinstunternehmen, kleinen Unternehmen und mittleren Unternehmen getroffen werden können. Die Interviews fanden jeweils im März/April statt.

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