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Struktur der Kapitalanlagen in Prozent (2025)

Versicherer investieren 2025 vor allem in Renten, festverzinsliche Wertpapiere und Ausleihungen. Die Kapitalanlagen der Versicherungsunternehmen in Deutschland sind 2025 breit gestreut, folgen aber weiterhin einem klar sicherheitsorientierten Muster. Den größten Anteil machen über Fonds gehaltene Renten aus: Sie stehen für 30,7 Prozent der Anlagen. Damit liegt fast ein Drittel der Kapitalanlagen indirekt in zinstragenden Wertpapieren, die über Fondsstrukturen gehalten werden.

An zweiter Stelle folgen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit 22,1 Prozent. Zusammen mit den über Fonds gehaltenen Renten zeigt sich damit: Festverzinsliche Anlagen bleiben das Rückgrat der Versicherer. Sie sorgen für planbare Erträge und passen gut zu den langfristigen Verpflichtungen gegenüber Versicherten.

Einen weiteren großen Block bilden Ausleihungen mit 16,8 Prozent. Dazu zählen langfristige Darlehen, die ebenfalls auf Stabilität und verlässliche Rückflüsse ausgerichtet sind. Beteiligungen machen 12,2 Prozent der Kapitalanlagen aus und ergänzen das Portfolio um unternehmerische Investments.

Kleinere, aber weiterhin wichtige Anlageklassen sind Hypotheken mit 6,9 Prozent, Aktien mit 4,6 Prozent und Immobilien mit 4,2 Prozent. Diese Anlageformen tragen zur Streuung bei und können zusätzliche Renditechancen eröffnen. Unter sonstige Anlagen fallen 2,3 Prozent. Einlagen bei Kreditinstituten spielen mit 0,3 Prozent nur eine sehr geringe Rolle.

Insgesamt zeigt das Diagramm: Versicherungsunternehmen investieren 2025 nicht kurzfristig oder spekulativ, sondern vor allem langfristig, breit diversifiziert und stark auf Sicherheit ausgerichtet. Besonders festverzinsliche Anlagen prägen die Kapitalanlage – ein wichtiger Faktor, damit Versicherer ihre Leistungsversprechen gegenüber Kundinnen und Kunden dauerhaft erfüllen können.

Regulierung

IW-Gutachten: Mit ÖPP mehr Infrastruktur im gleichen Kostenrahmen

Gesperrte Brücken, marode Schulen, fehlende Kitas: Deutschlands Infrastruktur leidet seit Jahren unter einem erheblichen Investitionsstau. Allein der Rückstand der Kommunen wird inzwischen auf rund 216 Milliarden Euro geschätzt. Ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des GDV zeigt, dass Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) Infrastrukturprojekte schneller umsetzen und Kosten senken können. In der Bauphase sind ÖPP-Projekte im Durchschnitt rund 17 Prozent günstiger als vergleichbare kommunale Hochbauprojekte.

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© ollo / Getty Images

Vor einem Jahr verständigten sich CDU/CSU und SPD in ihren Sondierungsgesprächen auf ein Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Über zwölf Jahre will der Bund rund 500 Milliarden Euro für Investitionen in Schulen, Kitas, Straßen, Brücken, die Bahn und den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft bereitstellen. Doch zusätzliche Mittel allein lösen den Investitionsstau nicht. Erfahrungen mit großen staatlichen Bauprojekten zeigen, dass Planung und Umsetzung häufig länger dauern und deutlich teurer werden als ursprünglich vorgesehen. Eine Auswertung von 119 Infrastrukturprojekten ergab durchschnittliche Kostenüberschreitungen von 73 Prozent. 

Öffentlich-Private Partnerschaften können hier einen positiven Beitrag leisten. Bei ÖPP arbeiten öffentliche Auftraggeber mit privaten Unternehmen zusammen. Der private Partner übernimmt in der Regel Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb eines Infrastrukturprojekts über einen längeren Zeitraum, während die öffentliche Hand Eigentümerin bleibt. Durch die Bündelung dieser Aufgaben entstehen stärkere Anreize für effiziente Planung und Bauausführung. Auswertungen von Projekten auf Bundesebene zeigen eine hohe Termin- und Kostentreue. Mehrere Vorhaben wurden sogar früher als ursprünglich geplant fertiggestellt. 

„Das Sondervermögen stellt die Mittel bereit. Jetzt muss die Bundesregierung sicherstellen, dass sie effizient eingesetzt werden. Öffentlich-Private Partnerschaften sind 17 Prozent günstiger, bleiben im Kostenrahmen und liefern höhere Qualität. Die Bundesregierung sollte ÖPP als Standardprüfoption für komplexe Infrastrukturprojekte verankern“, so IW-Präsident Michael Hüther. 

Mehr Schulen sanieren durch neue Projektstrukturen 

Um Infrastrukturprojekte schneller umzusetzen, empfiehlt das Gutachten unter anderem mehr Standardisierung bei Planung und Vergabe sowie eine stärkere Bündelung einzelner Projekte. Gerade kleinere Kommunen könnten davon profitieren, wenn Projekte gemeinsam organisiert und umgesetzt werden. Auch der Ausbau von Kompetenzzentren für öffentliche Auftraggeber sowie ein intensiverer Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen könnten dazu beitragen, bestehende Hürden abzubauen. 

„Marode Schulen und gesperrte Brücken sind nicht nur die Folge fehlender Mittel. Vielmehr überfordert die Vielzahl von Projekten eine oft unterbesetzte Verwaltung. Während Länder wie Frankreich, Italien und Großbritannien längst stärker auf ÖPP setzen, droht Deutschland bei der Modernisierung seiner Infrastruktur zurückzufallen. Allein bei der dringend benötigten Sanierung von Schulen ließen sich mit ÖPP in zwölf Jahren rund 20 Prozent mehr Schulen instandsetzen“, so Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. 

Versicherer als langfristige Infrastrukturinvestoren 

Aufgrund ihres langfristigen Geschäftsmodells zählen Versicherer zu den wichtigen Investoren in Infrastruktur. Projekte wie Brücken, Schienen oder Stromnetze haben Laufzeiten von mehreren Jahrzehnten und passen damit gut zu den langfristigen Verpflichtungen der Versicherer. Die deutsche Versicherungswirtschaft verwaltet Kapitalanlagen von rund 1,9 Billionen Euro und gehört damit zu den größten institutionellen Investoren in Deutschland. Bereits heute haben Versicherer mehr als 100 Milliarden Euro in Infrastruktur investiert – etwa in Verkehrsnetze, Energieversorgung oder digitale Infrastruktur.  

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