Finanzstabilität im Schatten des Iran-Konflikts
Der andauernde Konflikt mit dem Iran hat die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems weiter erhöht. Einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der Finanzstabilität und der makroprudenziellen Aufsicht gibt die neue Ausgabe der „Financial Stability Perspectives“ des GDV.
Mit der Schließung der Straße von Hormus als schwerem Angebots- und Energieschock hat sich ein geopolitisches Risikoszenario materialisiert. Bislang hat sich das Finanzsystem als resilient erwiesen. Die Märkte reagierten geordnet, und die Finanzinstitutionen profitieren von robusten Solvenz- und Liquiditätspuffern.
Die ohnehin hohen Risiken für die Finanzstabilität sind jedoch weiter angestiegen. Dies reflektiert die verschlechterte makroökonomische Lage mit gedämpftem Wirtschaftswachstum und Inflationsdruck sowie die tiefe Unsicherheit über die weitere geopolitische Entwicklung. Gleichzeitig bringen die rasanten Fortschritte in der KI neue operationelle Risiken mit sich. Die steigenden Staatsschuldenstände in Kernländern entwickeln sich zudem immer stärker zu einer Verwundbarkeit im Finanzsystem.
Für den Versicherungssektor bleiben die Risiken moderat. Solide Solvenzquoten untermauern die Stabilität der Branche, und als langfristig orientierte Investoren profitieren Versicherer vom höheren Zinsniveau. Gleichwohl stellt die zunehmend komplexe Risikolandschaft auch die Versicherer vor wachsende Herausforderungen.
Die vollständige Ausgabe der Financial Stability Perspectives steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Autorin Dr. Anja Theis.