Gemeinsamer Appell der E6-Versicherer für ein wettbewerbsfähiges Europa
Vor dem E6-Finanzministertreffen in Berlin fordern die Versicherungsverbände der sechs größten europäischen Versicherungsmärkte auf Initiative des GDV eine ambitioniertere Wettbewerbsagenda für Europa.
Am 28. Mai treffen sich die Finanzminister der sogenannten E6-Staaten in Berlin. Aus diesem Anlass haben die Versicherungsverbände der sechs größten europäischen Versicherungsmärkte auf Initiative des GDV ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin fordern sie eine deutlich ambitioniertere Wettbewerbsagenda für Europa.
Im Mittelpunkt stehen mehr Investitionsspielraum für langfristige Kapitalanlagen, ein konsequenter Abbau unnötiger Bürokratie sowie ein pragmatischerer Umgang mit KI- und Digitalregulierung. Die Verbände sprechen sich zudem für eine Vereinfachung des EU-Finanzmarktrechts aus. Doppelregulierungen, unverhältnismäßige Berichtspflichten und zusätzliche Belastungen für Versicherer müssten abgebaut werden, um Investitionen, Innovationen und Wachstum in Europa zu stärken.
Die sechs Versicherungsmärkte repräsentieren mehr als 70 Prozent des europäischen Versicherungsmarktes und verwalten Kapitalanlagen von rund 6,9 Billionen Euro. Nach Auffassung der Verbände kann die Versicherungswirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und wirtschaftlichen Transformation Europas leisten – vorausgesetzt, der regulatorische Rahmen unterstützt Investitionen und Innovationen stärker als bisher.
Das Positionspapier der E6-Versicherungsmärkte zum Download (engl.):