Mehr Rückenwind für private Altersvorsorge in Europa
Zur Annahme der Allgemeinen Ausrichtung zu PEPP im Europäischen Rat sagt Moritz Schumann, stellv. Hauptgeschäftsführer des GDV:
„Mit der heutigen Annahme der Allgemeinen Ausrichtung zum Pan-European Personal Pension Product (PEPP)sendet der Europäische Rat ein wichtiges Signal: Die dritte Säule wird als zentrales Instrument zur Schließung der Altersvorsorgelücke anerkannt. Damit unterstreicht er die unverzichtbare Bedeutung individueller Altersvorsorgeprodukte für Europa. Die von der Kommission vorgeschlagenen Vereinfachungen, etwa beim Wegfall von Unterkonten in mehreren Mitgliedstaaten und bei weniger komplexen Level-2-Anforderungen, bleiben erhalten.
Allerdings lässt die Ratsposition zwei Chancen ungenutzt, die das Europaparlament im weiteren Verfahren aufgreifen muss: Erstens brauchen Kundinnen und Kunden mehr Wahlfreiheit beim Basis-PEPP. Moderne partielle Garantien bieten eine verständliche Sicherheit am Laufzeitende bei gleichzeitig attraktiven Renditen. Diese sollten daher auch im Basis-PEPP möglich sein. Zweitens sollte das Basis-PEPP die Möglichkeit erhalten, über das Sicherungsvermögen der Versicherer in Infrastruktur, erneuerbare Energien oder Wohnungsbau zu investieren. Dann wird es zu einem echten Gewinn sowohl für Sparerinnen und Sparer als auch für die Savings- and Investment Union. Das Europaparlament hat jetzt die Gelegenheit, diese Lücken zu schließen.“