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Schaden & Unfall

„Hallo Reha!“ bringt Schwerverletzte schneller in die Rehabilitation

Nach einem schweren Unfall zählt oft jeder Tag. Das Projekt „Hallo Reha!“ sorgt dafür, dass schwerverletzte Patientinnen und Patienten nach dem Klinikaufenthalt nicht in eine Versorgungslücke geraten, sondern möglichst direkt in eine geeignete Rehaklinik verlegt werden.

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© gettyimages / andresr

Seit dem Start im August 2023 machen bundesweit 46 Akutkliniken, 40 Rehakliniken und 85 Kfz-Versicherer mit. Mehr als 300 Fälle wurden bislang gemeldet. „Schwerverletzte brauchen schnell die richtige Rehabilitation. Mit ‚Hallo Reha!‘ verhindern wir, dass Betroffene nach dem Krankenhausaufenthalt ohne passende Anschlussversorgung bleiben”, sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Das Projekt bringt Akutkliniken, Rehaeinrichtungen und Versicherer frühzeitig zusammen. Bereits während des Krankenhausaufenthalts informieren behandelnde Ärztinnen und Ärzte die Betroffenen über das Angebot. Die zuständige Versicherung prüft parallel die Kostenübernahme und organisiert gemeinsam mit den Projektpartnern die direkte Verlegung in eine geeignete Rehaklinik.  

Wichtige Hilfe für Betroffene

Bislang wurden mehr als 300 Fälle gemeldet. Rund die Hälfte der Betroffenen konnte direkt in eine passende Anschlussrehabilitation vermittelt werden. Damit schließt „Hallo Reha!“ eine wichtige Lücke im Versorgungssystem: Die Rehabilitation beginnt frühzeitig und ohne unnötige Verzögerung. „Wir möchten, dass Schwerverletzte nach einem Unfall sofort die Hilfe bekommen, die sie für ihre Genesung dringend brauchen. ‘Hallo Reha!’ sorgt dafür, dass niemand in einer Behandlungslücke hängenbleibt“, so Käfer-Rohrbach.

Frühe Vernetzung ermöglicht schnelle Hilfe

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Vernetzung der beteiligten Partner. „Durch unseren engen Kontakt zu den über 600 zertifizierten Traumazentren in Deutschland greifen wir bereits auf ein funktionierendes Netzwerk zurück“, erklärt Björn Kühl, Abteilungsleiter bei der Akademie der Unfallchirurgie. So können Fälle frühzeitig gemeldet, Versicherer schnell eingebunden und passende Rehakliniken direkt kontaktiert werden. Das beschleunigt den gesamten Übergang in die Rehabilitation erheblich.

Ausweitung auf weitere Unfallarten geplant

Bislang wird „Hallo Reha!“ vor allem bei Verkehrsunfällen über Kfz-Versicherer genutzt. Künftig sollen auch private Unfallversicherer stärker eingebunden werden. Dann kann das Projekt auch Menschen unterstützen, die sich etwa bei Sport-, Haushalts- oder Freizeitunfällen schwer verletzen.

Vorteile für Kliniken und Rehaeinrichtungen

Auch Kliniken und Rehaeinrichtungen profitieren: Krankenhäuser können Entlassungen besser planen, Rehakliniken Patientinnen und Patienten mit hohem Bedarf schneller aufnehmen. Das Angebot richtet sich insbesondere an schwerverletzte Menschen, bei denen früh absehbar ist, dass eine Rehabilitation notwendig wird.

Weitere Informationen gibt es unter www.hallo-reha.de

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