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Mobilität

Versicherer warnen: 276.000 Wildunfälle – Risiko steigt im Frühjahr deutlich

Mit der Zeitumstellung rückt der Berufsverkehr wieder stärker in die Dämmerungsstunden und damit in eine Phase, in der viele Wildtiere aktiv sind. Die deutschen Kfz-Versicherer registrierten 2024 rund 276.000 Wildunfälle mit kaskoversicherten Pkw.

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© Berk Ucak / Getty Images

„Gerade im Frühjahr steigt das Risiko deutlich. Wildunfälle haben im Jahr 2024 Schäden von über 1,1 Milliarden Euro verursacht. Vorausschauendes Fahren hilft, sich und andere bei Wildwechsel nicht zu gefährden“, sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Kosten steigen spürbar

Die durchschnittliche Schadenhöhe ist im Vergleich zum Vorjahr von etwa 3.850 auf rund 4.100 Euro gestiegen. Gründe sind unter anderem höhere Preise für Ersatzteile sowie gestiegene Stundensätze in Werkstätten.

„Steigende Reparaturkosten treiben die Schadenhöhe nach oben. Für Versicherte bedeutet das, dass selbst kleinere Kollisionen mit Wildtieren heute deutlich teurer werden können“, so Käfer-Rohrbach.

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Besonders hohes Risiko im Frühjahr

Wildunfälle passieren das ganze Jahr über. Besonders hoch ist das Risiko jedoch im Frühjahr, insbesondere in den Monaten April und Mai. Gefährlich sind vor allem Dämmerungsphasen, wenn Tiere unvermittelt auf die Fahrbahn laufen.

Autofahrer sollten Wildwechsel-Warnschilder ernst nehmen und ihre Geschwindigkeit anpassen. Taucht ein Tier auf der Straße auf, gilt: abbremsen, Licht abblenden und hupen. Fernlicht oder Lichthupe sollten nicht eingesetzt werden, da geblendete Tiere häufig stehen bleiben.

Bremsen statt ausweichen

Ist ein Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden, sollte eine Vollbremsung mit festgehaltenem Lenkrad erfolgen. Ausweichmanöver können zu schwereren Unfällen führen, etwa durch Kollisionen mit Bäumen oder anderen Fahrzeugen.

Nach einem Unfall ist es wichtig, die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu verständigen. Verletzte oder getötete Tiere sollten nicht berührt werden. Das Bergen übernimmt der zuständige Förster oder Jagdpächter.

Für eine schnelle Schadenregulierung empfiehlt es sich, Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom beschädigten Fahrzeug zu machen sowie eine Wildunfallbescheinigung ausstellen zu lassen.

Kaskoversicherung schützt bei Wildunfällen

Schäden am eigenen Fahrzeug durch Haarwild wie Rehe oder Wildschweine werden von der Teil- oder Vollkaskoversicherung übernommen. Viele Versicherer haben ihren Schutz inzwischen erweitert und decken auch Unfälle mit weiteren Tierarten ab.

Ein Wildunfall hat keine Auswirkungen auf den Schadenfreiheitsrabatt. Wer ausschließlich eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, muss Schäden am eigenen Fahrzeug selbst tragen.

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