Schutz vor Hackern

Cyber-Sicher­heits­check für den deut­schen Mit­tel­stand

Ob Datenklau, Erpressung oder Betriebsunterbrechung: Wie gut sind kleine und mittelständische Unternehmen gegen Angreifer aus dem Internet gewappnet? Ein Test kann helfen, bevor es zu spät ist.

Mittelständische Unternehmer unterschätzen massiv das Risiko, selbst Opfer einer Hackerattacke zu werden. Zwar halten knapp drei Viertel der mittelständischen Betriebe das Risiko von Cyberangriffen für hoch bis sehr hoch. Doch wenn es um den eigenen Betrieb geht, sinkt das Risikobewusstsein auf ein Drittel, wie eine Forsa-Umfrage zeigt.

Wie gut sie tatsächlich gegen Datenklau und Erpressung übers Internet geschützt sind, können Unternehmer ab sofort mit dem neuen Cyber-Sicherheitscheck der deutschen Versicherer herausfinden. Der Cyber-Sicherheitscheck stellt ihnen die wichtigsten Fragen rund um die IT-Sicherheit: Sind die Passwörter sicher? Wer darf auf welche Daten zugreifen? Wie oft werden Sicherheitskopien erstellt? So deckt der Fragebogen Schwachstellen auf und gibt Hinweise, wo und wie die IT-Sicherheit verbessert werden kann.


„Hackerangriffe gibt es, aber mich wird es schon nicht treffen – das ist ein Satz, den wir von Unternehmen immer wieder hören“, sagt Peter Graß, IT-Sicherheitsexperte beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Ein fataler Trugschluss, wie er weiß. „Cyberkriminelle sind in erster Linie eines: Kriminelle. Ihnen ist egal, wie groß das Unternehmen ist, ihnen geht es um die Beute.“ Und die kann bei Mittelständlern, die sensible Daten verarbeiten, mindestens so lukrativ sein wie bei Großunternehmen.

Cyber-Sicherheitscheck passt sich dem individuellen Risiko an

Hier setzt der Cyber-Sicherheitscheck an: Für eine erste Bewertung kommt er mit nur zehn Fragen aus. Danach passt er sich dem individuellen Risiko an. Wenn ein Unternehmen etwa mit sensiblen Daten umgeht, vernetzt produziert oder Online-Handel betreibt, stellt der Cyber-Sicherheitscheck entsprechende Zusatzfragen mit höheren Anforderungen an die IT-Sicherheit.

Angaben in Freitextfeldern können für die Druckversion des Fragebogens eingetragen werden. Diese werden ausschließlich verschlüsselt gespeichert. Alle Ergebnisse des Cyber-Sicherheitschecks können mit einem Passwort geschützt und jederzeit wieder aufgerufen werden. Zum Aufruf der Seite wird ein Link zur Verfügung gestellt. Dabei wird aufgrund einer Verschlüsselung sichergestellt, dass ausschließlich der über den Link verfügende Nutzer mit dem gewählten Passwort auf die vollständigen Ergebnisse zugreifen kann. Wer seinen persönlichen Link und sein Passwort weitergibt, kann seine Antworten und Hinweise auch an IT-Dienstleister oder Cyber-Versicherer senden. Diesen helfen die Angaben, bestehende Sicherheitslücken zu schließen und das individuelle Cyberrisiko zu bewerten.

Basis des Cyber-Sicherheitschecks ist ein Muster-Fragebogen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Er soll Cyber-Versicherern ermöglichen, das Risiko- und Schadenspotential kleiner und mittelständischer Unternehmen zu erfassen.


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