EU-Steuervereinfachungspaket: Mitgliedstaaten müssen der Entlastungsinitiative der EU-Kommission folgen
GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen äußert sich zum Vorschlag der EU-Kommission zum Steuer-Omnibus.
Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für ein Steuervereinfachungspaket vorgestellt. Ziel ist es, die Komplexität des europäischen Steuersystems deutlich zu reduzieren. Der GDV befürwortet die Entlastungsinitiative der EU-Kommission. Die Versicherer fordern, dass der eingeschlagene Weg auch von den Mitgliedstaaten unterstützt wird. Dazu der Hauptgeschäftsführer des GDV, Jörg Asmussen:
„Das Steuer-Vereinfachungspaket ist eine notwendige Antwort auf den zunehmenden Druck auf den Wirtschaftsstandort Europa. Die EU-Kommission erkennt an, dass Europa sich mit Regulierung überfrachtet hat, auch beim Steuersystem. Zu bürokratische Quellensteuerverfahren, zu viele Meldepflichten, zu viel Compliance-Aufwand im Dickicht von Anti-Missbrauchsvorschriften. Die EU-Kommission adressiert genau das und sorgt mit ihrem Vorschlag für echte Entlastungen. Das verdient Anerkennung.
Jetzt kommt es darauf an, dass die Mitgliedstaaten im Rat der EU den eingeschlagenen Weg der Kommission verfolgen. Es ist ein gutes Zeichen, dass die kommende irische Ratspräsidentschaft das Steuerrecht bereits als Schwerpunktthema sieht. Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit der EU sollten auch die Mitgliedstaaten größere Reformbereitschaft zeigen als in früheren Steuerdebatten. Nationale Steuerinteressen dürfen nicht dafür sorgen, dass Europa international weiter an Boden verliert.“