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Wirtschaftliche Perspektive

Europa in der Belastungsprobe Link kopieren

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran vom 15. Juni entschärft den Energiepreisschock der vergangenen Monate. Der Ölpreis der Sorte Brent verlor in den ersten zwei Juniwochen rund 17 Prozent. Wir gehen in unserem Basisszenario davon aus, dass die Entspannung anhält, rechnen aber weiterhin mit Ölpreisen oberhalb des Vorkriegsniveaus. Offen bleibt, wie stark der Schock noch auf Inflation und Wachstum in der zweiten Jahreshälfte durchschlägt. Im Euroraum schrumpfte das BIP im ersten Quartal um 0,2 Prozent, vor allem Irland und Frankreich zogen das Aggregat nach unten. Die Inflationsrate lag im Mai bei 3,2 Prozent. Die USA zeigen sich dagegen trotz steigender Inflation robust. Der Arbeitsmarkt ist stark, die Stimmungsindikatoren liegen in der Expansionszone. Die Inflationsrate stieg im Mai allerdings auf 4,2 Prozent, den höchsten Wert seit April 2023.

Die Europäische Zentralbank hat im Juni die Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder angehoben, um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent. Sie verweist auf den anhaltenden Energiepreisdruck. Die EZB-Projektion für die Inflation 2026 wurde von 2,6 auf 3,0 Prozent angehoben. Wir rechnen mit einer weiteren Anhebung auf 2,50 Prozent im Herbst und danach mit einer längeren Pause. Die Fed hat die Zinsen Mitte Juni bei der ersten Sitzung unter dem neuen Chef Kevin Warsh unverändert gelassen. Der Markt rechnet aber inzwischen mit einer Anhebung um 25 Basispunkte in der zweiten Jahreshälfte.

Weitere Analysen zur wirtschaftlichen Perspektive stehen hier zur Verfügung.

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