Nord­rhein-West­fa­len

Zahl der Hit­ze­tage seit den 1950er Jah­ren fast ver­drei­facht

Die Zahl der Hitzetage in Nordrhein-Westfalen hat sich in den letzten 70 Jahren im Schnitt auf jährlich 9,5 Hitzetage mehr als verdreifacht. In den letzten zehn Jahren gab es in Köln mit 13,5 die meisten Hitzetage, gefolgt von Leverkusen und dem Rhein-Erft-Kreis.

Die wenigsten heißen Tage zählten der Hochsauerlandkreis und Siegen-Wittgenstein. Dort gab es im Schnitt jeweils nur 6,6 bzw. 6,8 Hitzetage im Jahr. Das geht aus einer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beauftragten Studie mit Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Im Bundesländervergleich gab es in den letzten zehn Jahren mit jährlich 15,7 die meisten Hitzetage in Berlin. An Hitzetagen herrschen Spitzentemperaturen ab 30 Grad Celsius. 

Nordrhein-Westfalen

Land-/Stadtkreise mit den meisten Hitzetagen:

 

Land-/Stadtkreis

 

Durchschnittliche Zahl der Hitzetage pro Jahr im Zeitraum

 

 

2011 bis 2020

1951 bis 1960

Köln

13,5

5,4

Leverkusen

13,0

4,5

Rhein-Erft-Kreis

12,5

4,4

Viersen

12,2

4,5

Krefeld

12,1

4,5

 Land-/Stadtkreise mit den wenigsten Hitzetagen:

 

Land-/Stadtkreis

 

Durchschnittliche Zahl der Hitzetage pro Jahr im Zeitraum

 

 

2011 bis 2020

1951 bis 1960

Hochsauerlandkreis

6,6

1,9

Siegen-Wittgenstein

6,8

2,3

Märkischer Kreis

7,1

2,0

Olpe

7,3

2,3

Oberbergischer Kreis

7,6

2,5

 

Deutschlandweit hat sich die Zahl der Hitzetage verdreifacht

„Deutschlandweit hat sich die Zahl der Hitzetage in den vergangenen Jahren verdreifacht“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. In den vergangenen zehn Jahren wurden bundesweit im Schnitt 11,1 Hitzetage jährlich gezählt. Das sind drei Mal so viele wie in den 1950er Jahren. Pro Jahrzehnt kamen durchschnittlich 2,3 Hitzetage hinzu. „Die dynamische Zunahme der Hitzetage zeigt, dass der Klimawandel auch in Deutschland deutliche Spuren hinterlässt“, sagt Asmussen.

Hitzetage nehmen in Deutschland seit den 1980er Jahren dramatisch zu

Besonders seit den 1980er Jahren ist die Zahl heißer Tage in Deutschland dramatisch gestiegen. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Zuge der globalen Erwärmung auch in Deutschland die mittlere Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 um 1,6 Grad Celsius deutlich erhöht hat. 

„Die zunehmende Treibhausgaskonzentration führt außerdem dazu, dass auch die Zahl heißer Tage von Jahrzehnt zu Jahrzehnt massiv zunimmt,“ sagt Andreas Becker, Leiter Klimaüberwachung beim DWD. Bei ungebremstem Treibhausgasausstoß müsse zwischen 2031 und 2060 mit einer weiteren Zunahme um fünf bis zehn heiße Tage im Jahr in Norddeutschland und zehn bis zwanzig heiße Tage in Süddeutschland gerechnet werden.

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