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Schaden & Unfall

Wohnungseinbrüche: Schäden steigen auf 380 Millionen Euro

Die versicherten Schäden durch Wohnungseinbrüche sind 2025 auf 380 Millionen Euro gestiegen – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

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© gettyimages / BrianAJackson

„Die Versicherer zählten etwa 100.000 Fälle, rund 5.000 mehr als im Jahr zuvor. Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch stieg um 200 Euro auf 3.850 Euro und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Messung“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Täter nutzen gezielt Schwachstellen

Einbrecher machen sich meist nicht viel Mühe, sondern suchen gezielt nach leicht zugänglichen und unzureichend gesicherten Wohnungen. Oft kommen dabei einfache Hilfsmittel wie Schraubenzieher zum Einsatz. Ein wirksamer Einbruchschutz kann hohe Schäden verhindern. Einbrecher nutzen gezielt Schwachstellen an Fenstern, vor allem an gekippten, sowie an Türen. Genau dort setzt wirksame Prävention an.

Bei Einbrüchen werden vor allem Gegenstände gestohlen, die sich leicht transportieren und weiterverkaufen lassen. Dazu gehören insbesondere Schmuck, Bargeld sowie kleinere elektronische Geräte wie Smartphones, Kameras oder Computerzubehör. Auch Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder Spielkonsolen zählt zur typischen Beute.

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Einbruch trifft Betroffene oft auch persönlich

Ein Einbruch verursacht nicht nur finanzielle Verluste. Viele Betroffene empfinden vor allem den Eingriff in die eigene Privatsphäre als belastend. Wohnungen werden häufig durchsucht, Schränke geöffnet und Räume in Unordnung hinterlassen. Das Gefühl von Sicherheit im eigenen Zuhause geht dabei oft verloren. Nach solchen Ereignissen wird das Wohnumfeld häufig kritischer beurteilt, und bestehende Sicherheitslücken treten deutlicher zutage. In der Folge überprüfen viele Haushalte ihre Sicherungsmaßnahmen und investieren in zusätzlichen Einbruchschutz.

Mechanischer Schutz ist entscheidend

Einbrecher suchen den schnellen Weg und scheitern oft: Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt laut Polizeilicher Kriminalstatistik im Versuchsstadium stecken, häufig weil die Sicherungstechnik standhält. Wer die richtigen Stellen sichert, schreckt die meisten Täter bereits ab. Elektronische Systeme können das sinnvoll ergänzen, ersetzen den mechanischen Grundschutz aber nicht.  

Tipps für den Einbruchschutz

  • Fenster können durch den Einbau abschließbarer Griffe gesichert werden, um einfaches Aufhebeln zu erschweren.
  • Balkon- und Terrassentüren lassen sich durch zusätzliche mechanische Verriegelungen besser absichern.
  • Bewegungsmelder können in Verbindung mit passender Beleuchtung im Eingangsbereich sowie an schlecht einsehbaren Stellen angebracht werden, um verdächtige Bewegungen schneller sichtbar zu machen.
  • Zeitschaltuhren können genutzt werden, um Beleuchtung bei Abwesenheit automatisch zu steuern und Anwesenheit zu simulieren.
  • Türen sollten beim Verlassen stets vollständig abgeschlossen werden, da einfach zugezogene Türen leichter überwunden werden können.
  • Sichtbare Hinweise auf längere Abwesenheit, etwa ein überfüllter Briefkasten, sollten vermieden werden.

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