Wie sich Hausbesitzer/-innen auf Naturgefahren einstellen können Link kopieren
Viele Hausbesitzer/-innen unterschätzen nach wie vor ihr eigenes Risiko. Trotz der großen Flutereignisse der letzten Jahre glauben viele nicht, selbst je von einer Überflutung betroffen zu sein und vernachlässigen Prävention und Versicherungsschutz. Häufig ist nicht bekannt, dass ihre Wohngebäudeversicherung zwar vor Feuer und Sturm, jedoch nicht bei Naturgefahren einspringt.
Jedem zweiten Hausbesitzer fehlt der entscheidende Zusatzbaustein für weitere Naturgefahren, die so genannte Elementarschadenversicherung. Hausbesitzer/-innen und Mieter/-innen können sich damit gegen die finanziellen Folgen von Schäden durch Naturkatastrophen absichern. Genauso wichtig, wie eine Elementarversicherung ist Prävention, um das eigene Haus vor Naturkatastrophen zu schützen, Schäden zu verhindern und das Haus klimafit zu machen. Wer neu baut, sollte den Schutz vor Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmung mit denken und beispielsweise nur Baumaterialien verwenden, die Naturkatastrophen standhalten. Erhöhte Eingänge und Barrieren am Grundstückseingang und Rückstauventile widerstehen Starkregen und Hochwasser. Begrünte Dächer und Fassaden mindern an heißen Tagen die Hitze, sie speichern zudem bis zu 80 Prozent Regenwasser und verdunsten es langsam wieder. Das entlastet die Kläranlagen und sorgt für ein ausgeglicheneres Klima. Zudem produzieren sie Sauerstoff und die verschmutzte Luft wird gefiltert. Auch bestehende Häuser lassen sich nachrüsten.
Bevor es an die Umsetzung der Präventionsmaßnahmen geht, sollte ein Risikocheck des Hauses durchgeführt werden.
Risikocheck für das Haus
- Welche Schäden haben Unwetter in meiner Region verursacht?
Informationen dazu liefert der adressgenaue Hochwasser-Check der GDV. Für eine detaillierte Analyse empfiehlt sich der Blick aufs und ins Gebäude selbst – und ein Gespräch mit den Versicherungsfachleuten. - Check bei Starkregen: Liegt das Gebäude am niedrigsten Punkt des Geländes? Sind Keller und Erdgeschoss ausreichend vor eindringendem Wasser geschützt?
- Bei Sturm/Hagel: Sind Bäume in Gebäudenähe? Sind Solaranlagen, Dachvorstände, Fassade ausreichend geschützt? Ist das Dach intakt?
Grundsätzlich: Verfügt das Haus über eine Wohngebäude- und eine Hausratversicherung und zusätzlich über eine erweiterte Elementarversicherung für beide?