Versicherer können Risiken von Naturgefahren einschätzen Link kopieren
Versicherer müssen die Risiken von Naturgefahren und Wetterextremen sehr genau kennen. Auf Basis langjähriger Schadenstatistiken berechnen sie Schadenwahrscheinlichkeit und mögliche Schadenhöhen und kalkulieren so ihre Versicherungsprodukte. Zugleich blicken Versicherer aber auch nach vorne, um Entwicklungen zu antizipieren.
Durch wissenschaftliche Studien und Untersuchungen erlangen Versicherer ein besseres Verständnis darüber, wo und wann Naturgefahren auftreten und welche Schäden sie verursachen. So zeigt eine Untersuchung zu Starkregen mit dem Deutschen Wetterdienst, dass das Ausmaß von Starkregenschäden an Gebäuden wesentlich von ihrer Lage abhängt. Zudem wurde ermittelt, wo in Deutschland die meisten Gebäude stehen, die durch ihre geografische Lage durch unwetterartige Regenfälle hoch gefährdet sind.
Das Überschwemmungs- und Starkregenrisiko können Versicherer für jede Adresse in Deutschland sehr gut mit dem Geo-Informationssystem ZÜRS Geo ermitteln. In das System wurden Geoinformationen von insgesamt über 22 Millionen Adressen eingespeist.
Ihr umfangreiches Wissen zu den Schäden durch Naturgefahren stellen Versicherer Immobilienbesitzer/-innen und Mieter/-innen unter anderem mit dem Naturgefahren-Check zur Verfügung. Mit dem Online-Tool erhalten sie eine erste Einschätzung, wie hoch ihre persönliche Gefährdung durch Naturgefahren ist und welche Präventionsmaßnahmen an ihrem Haus notwendig und sinnvoll sind.
Zur Absicherung von Naturgefahren ist eine Elementarschadenversicherung notwendig. Sie schützt Eigentümer/-innen und Mieter/-innen vor den finanziellen Folgen von Naturereignissen. Versichert sind in der Regel Schäden durch: Starkregen/ Überschwemmung/Rückstau, Hochwasser, Schneedruck, Lawinen/Erdrutsch, Erdsenkung, Erdbeben und Vulkanausbruch. Bislang sind jedoch nur etwa die Hälfte der Gebäude in Deutschland ausreichend gegen Naturgefahren versichert.
Doch Versicherungsschutz allein reicht nicht aus. Um in Zukunft weitere Katastrophen zu vermeiden, Schäden zu mindern und langfristig bezahlbaren Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten, muss sich Deutschland mit Schadenprävention auf allen Ebenen den Klimafolgen anpassen. Anderenfalls werden weitere Katastrophen folgen, die Leben gefährden und eine Spirale aus steigenden Schäden und steigenden Versicherungsprämien in Gang setzen.