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Branchen-Perspektive

Versicherer fordern Wahlfreiheit für Verbraucher/-innen statt Datenmonopol für Autohersteller Link kopieren

Auch Versicherer und andere Anbieter können und wollen ihren Kundinnen und Kunden neue Angebote machen und dabei die Möglichkeiten des vernetzten Fahrens nutzen. Ihre Haltung in dieser Frage ist klar: Zum einen gehören die Daten nicht den Herstellern, sondern in die Hände der Verbraucher/-innen. Sie müssen frei und autonom entscheiden können, an wen sie ihre Fahrzeugdaten übermitteln. Zum anderen sollten alle Marktteilnehmer – Hersteller, Werkstätten, Automobilclubs, Versicherer – einen gleichberechtigten Zugang zu den Daten haben und über das Entertainment-System des Autos mit den Fahrer/-innen kommunizieren können. Ein solcher Zugang ist die Voraussetzung für einen freien und fairen Wettbewerb rund um die Daten moderner Fahrzeuge.

Beispiel Telematik

Versicherer könnten die Daten etwa für Telematik-Tarife nutzen. In solchen Tarifen bewerten die Versicherer das Risiko unter anderem am Verhalten im Verkehr : Wie stark bremsen und beschleunigen die Fahrer/-innen? Wie verhalten sie sich in Kurven? Wann und wie lange wird das Auto gefahren? Wird es in der Stadt oder im ländlichen Raum bewegt? All diese Daten werden von modernen Pkw ohnehin erfasst und sind den Herstellern bekannt. Dennoch sind Versicherer darauf angewiesen, für ihre Telematik-Tarife eigene Daten zu erheben und dafür zusätzliche Smartphone-Apps zu nutzen oder Telematik-Boxen zu verbauen. Viel einfacher wäre es, wenn der Versicherungskunde die benötigten Daten direkt seinem Versicherer zugänglich machen könnte.