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Branchen-Perspektive

Systemische Risiken – Rolle der Versicherer Link kopieren

Systemische Risiken zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit einem Schlag nahezu das gesamte System gleichzeitig treffen. Das Versicherungsprinzip – viele Menschen zahlen einen kleinen Beitrag und bezahlen damit die zufälligen Schäden Einzelner – wäre hier außer Kraft gesetzt. Funktioniert das Versicherungsprinzip nicht mehr, kann es dafür auch keine privatwirtschaftliche Versicherung geben. Würde man dies dennoch versuchen, wären die Prämien für die Versicherten unbezahlbar. Sie würden aufsummiert die gleiche Größenordnung erreichen wie die Schäden. Systemische Risiken sind daher nur in einem klar begrenztem Umfang oder gar nicht privatwirtschaftlich versicherbar.

Dennoch beschäftigen sich Versicherer mit Risiken, die zu Mega-Risiken werden können, wie etwa Cyber-Kriminalität oder Naturgefahren als Folgen des Klimawandels. Sie bieten Versicherungslösungen an, zeigen aber gleichzeitig auch auf, welche Maßnahmen notwendig sind, damit auch solche Risiken beherrschbar bleiben.

Zu Bewältigung von Naturgefahren fordern Versicherer beispielsweise verbindliche Maßnahmen zur privaten und staatlichen Klimafolgenanpassung, Prävention und Versicherung, Bauverbote in extrem hochwassergefährdeten Gebieten und einen besseren Schutz bestehender Gebäude.

Um Cyber-Attacken vorzubeugen, prüfen Versicherer die digitale Sicherheit ihrer Kundinnen und Kunden, weisen auf Sicherheitslücken hin und fordern – falls notwendig – Verbesserungen ein. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs und die damit verbundenen Schäden bleiben beherrschbar.