Staatliches Standardprodukt führt zu Zielkonflikt Link kopieren
Die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge bringt Verbesserungen für Millionen Sparerinnen und Sparer, setzt jedoch aus Sicht der Versicherer zugleich einen problematischen ordnungspolitischen Impuls: Während höhere Zulagen, einfachere Förderstrukturen und mehr Renditechancen die dritte Säule stärken, soll erstmals ein staatlich organisiertes Standardprodukt eingeführt werden. Wenn der Staat zugleich Regeln setzt und als Anbieter auftritt, entsteht ein Zielkonflikt. Der Staat wird gleichzeitig Regulierer, Schiedsrichter und Wettbewerber. Das ist aus Sicht der Versicherungswirtschaft kritisch.