Risiken besser verstehen Link kopieren
Ein Deich hält dem Hochwasser stand. Eine Stadt kann Starkregen aufnehmen. Ein Keller bleibt trocken. Was im Ernstfall schützt, wurde lange vorher geplant. Der Klimawandel macht diese Vorbereitung dringlicher. Sturzfluten, Starkregen, Hitze, Sturm und Hagel bedrohen Gebäude, Fahrzeuge, Infrastruktur, Industrie und Landwirtschaft. Entscheidend ist, wie gut wir vorbereitet sind und wie wir handeln, wenn aus einem Risiko eine Krise wird.
Im Ernstfall müssen Zuständigkeiten geklärt, Hilfswege eingespielt und Informationen verlässlich sein. Feuerwehr und Katastrophenschutz tragen dazu ebenso bei wie Unternehmen, Vereine und Menschen vor Ort. Auch nach dem Ereignis ist die Arbeit nicht getan. Beim Wiederaufbau entscheidet sich, ob wir Erfahrungen nutzen und künftige Schäden verringern. Diesen Weg – von der Vorbereitung über die Bewältigung bis zum Wiederaufbau – zeichnet der erste Teil des Reports nach.
Die veränderte Gefahrenlage fordert auch die Versicherungswirtschaft. Prävention begrenzt Schäden und trägt dazu bei, dass Risiken versicherbar und bezahlbar bleiben. Dafür müssen alle ihren Teil beitragen. Menschen und Unternehmen können selbst vorsorgen. Bund, Länder und Kommunen müssen bei Hochwasserschutz, Planung und Klimaanpassung handeln. Bei extremen Katastrophen braucht es zudem eine begrenzte Risikoteilung zwischen Versicherern und Staat. Wie Versicherbarkeit auch bei steigenden Risiken erhalten werden kann, gehört zu den zentralen Fragen dieses Reports.
Antworten findet der Report auch außerhalb Deutschlands. Auf den Kanarischen Inseln, in Dänemark und in der Schweiz zeigen Erfahrungen mit Vulkanausbrüchen, Starkregen und Überschwemmungen, wie Städte und Regionen Vorsorge organisieren. Was sich übertragen lässt, hängt von den Bedingungen vor Ort ab. Der Austausch über Grenzen und Branchen hinweg erweitert auch unsere Möglichkeiten, auf Naturgefahren zu reagieren.
Die Schadenbilanz 2025 fällt mit rund 2 Mrd. Euro für versicherte Naturgefahrenschäden vergleichsweise glimpflich aus. Doch ein ruhiges Schadenjahr bedeutet nicht, dass die Risiken zurückgehen. Das zeigen auch die Hitzetage. In den 1960er-Jahren waren es in Deutschland im Schnitt etwa vier Tage pro Jahr mit mehr als 30 Grad, im Sommer 2026 bereits rund 22. Mit der Erwärmung steigen die Risiken durch Hitze und Extremwetter.
Für bessere Vorsorge brauchen wir verlässliches Wissen. Der GDV erfasst seit vielen Jahren Daten zu versicherten Schäden durch Naturgefahren. Sie zeigen, wo Schäden entstehen und wie sich Risiken entwickeln. Sie helfen, künftige Szenarien zu modellieren und Schutzmaßnahmen zu planen. Entscheidend ist, dass dieses Wissen in Entscheidungen einfließt.
Der Klimawandel verschärft viele Naturgefahren. Wie schwer ihre Folgen uns treffen, können wir beeinflussen – durch rechtzeitige Vorsorge und indem wir aus vergangenen Krisen lernen. Der Naturgefahrenreport 2026 soll helfen, Risiken besser zu verstehen und Verantwortung zu übernehmen, bevor die nächste Krise eintritt.
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Weitere Ausgaben des Naturgefahrenreports
- Naturgefahrenreport 2025
- Naturgefahrenreport 2024
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