Recyclinganlagen - Brandschutz immer wichtiger Link kopieren
Recyclinganlagen sind für Versicherer eine anspruchsvolle Betriebsart, da es im Vergleich zu Betrieben anderer Branchen häufiger brennt. Dies hängt vor allem mit der Menge der anfallenden Abfälle, dem Anteil an brennbaren Stoffen im Recyclingmaterial selbst zusammen. So sind organische Materialien wie Papier, Karton, Textilien und Kunststoffe brennbar und verhältnismäßig leicht entzündlich. Dabei ist auch eine Selbstentzündung möglich, wenn gelagerte Feststoffe einem Fermentierungsprozess unterliegen. Verunreinigungen des Recyclinggutes durch leicht entzündliche Flüssigkeiten wie zum Beispiel Öle, Lacke oder Farben stellen eine weitere Gefahrenquelle dar. Immer wieder sind es jedoch Lithiumbatterien, die Brände auslösen. Sie kommen mittlerweile in jedem Haushalt vor und werden häufig im Hausmüll oder im gelben Sack entsorgt. Bei Beschädigung durch Transport oder in den Sortieranlagen können diese Batterien sich selbst entzünden. Daher sind die meisten Recyclinganlagen mit einer außerordentlichen Brandgefahr konfrontiert. Darauf müssen sich Recyclingbetriebe mit entsprechenden Brandschutzkonzepten und Sicherheitsstandards einstellen.
Die Bedeutung der Recyclingbetriebe für das Voranschreiten der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft wird von Versicherern anerkannt und unterstützt. Umfassender Versicherungsschutz setzt jedoch voraus, dass Sicherheits- und Brandvorbeugungsmaßnahmen installiert und eingehalten werden. Der Ausbreitung von Feuer und Rauch - vorzubeugen und wirksame Löscharbeiten zu ermöglichen haben oberste Priorität. Welche Maßnahmen für welchen Betrieb geeignet und notwendig sind, hängt von der Art des Recyclingbetriebes und des dort verarbeiteten Mülls ab. Alle Maßnahmen sollten in enger Abstimmung mit dem Versicherer umgesetzt werden – so können die Erkenntnisse aus Schäden wirksam in individuelle Schadenverhütungskonzepte einfließen.