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Politische Perspektive

Neue Impulse für eine stärkere Verbreitung Link kopieren

Die Politik hat erkannt, dass Betriebsrenten ein effizientes Instrument sind, um Menschen in großer Zahl zu einer zusätzlichen Absicherung zu verhelfen – ergänzend zur gesetzlichen Rente. 

Die Novelle des Betriebsrentenstärkungsgesetzes, die im Dezember 2025 verabschiedet wurde, enthält aus Sicht der Versicherer gute Maßnahmen, um die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung zu erhöhen. Es ist richtig, Betriebsrenten vor allem dort zu stärken, wo sie bis heute wenig verbreitet sind: bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) sowie bei Beschäftigten mit geringen Einkommen. 

Es hätte aus Sicht der Versicherer jedoch noch mehr getan werden können, um möglichst viele Beschäftigte zu erreichen. Zum Beispiel sollten die angesparten Gelder stärker am Kapitalmarkt arbeiten dürfen, nicht nur bei klassischen Pensionskassen, sondern bei allen Anbietern von betrieblicher Altersversorgung. Auch das neue Opt-Out hätte breiter angelegt werden können. Es wäre besser, wenn Unternehmen jeder Größe und nicht nur Unternehmen ohne Tarifvertrag erlaubt wird, ihre Beschäftigten automatisch in eine Betriebsrente einzubinden, sofern diese nicht widersprechen. 

Ob die Novelle des Betriebsrentenstärkungsgesetzes die Verbreitung der Betriebsrenten effektiv erhöhen kann, wird sich zeigen müssen.