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Wirtschaft

Statement von Jörg Asmussen zum Thema Zinzzusatzreserve

2022 wird die Zinszusatzreserve erstmalig seit Einführung vor elf Jahren rückläufig sein. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen äußert sich dazu.

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Die Lebensversicherer haben wegen der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt seit 2011 einen großen Zinspuffer für die Garantiezinsen der Kunden aufgebaut – die Zinszusatzreserve. In den letzten Jahren wurden branchenweit jährlich teilweise zweistellige Milliardenbeträge durch die Lebensversicherer zurückgestellt.

Dieser Kapitalpuffer wird 2022 erstmals seit seiner Etablierung vor elf Jahren sinken. „Die Zinszusatzreserve betrug zum Jahresende 2021 ca. 96 Milliarden Euro“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „In diesem Jahr wird sie voraussichtlich um etwa 3 Milliarden Euro auf rund 93 Milliarden Euro zurückgehen.“

Bei einem stabilen oder steigenden Referenzzins können Lebensversicherer ihre gebildete Zinszusatzreserve allmählich auflösen. Wichtig: Wenn Mittel aus der Reserve frei werden, stehen sie ausschließlich den Kundinnen und Kunden zu.

Ob und wie schnell die Zinszusatzreserve in Zukunft verringert werden kann, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Erstens dem allgemeinen Zinsniveau am Kapitalmarkt, zweitens der Höhe der garantierten Versicherungsleistungen mit einem Rechnungszins über dem Referenzzins sowie drittens der (Rest-)Laufzeit des für die Zinszusatzreserve relevanten Bestandes an Versicherungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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