Kunststoff-Pellets als Gefahrgut einstufen Link kopieren
Pellets, kleine Plastik-Kügelchen, sind der Grundstoff der meisten Kunststoff-Produkte, jährlich werden Millionen Tonnen auf dem Seeweg transportiert. Dabei gehen immer wieder mit Pellets beladene Container über Bord, allein in europäischen Gewässern wird der jährliche Verlust auf mehr als 200 Tonnen geschätzt. Die deutschen Transportversicherer wollen diese Verschmutzung der Meere mit Plastik künftig verhindern: Dazu sollen Kunststoff-Pellets weltweit als Gefahrgut deklariert werden, wenn sie auf dem Seeweg transportiert werden. Eine Einstufung der Pellets als Gefahrguttransport auf See hätte zwei positive Effekte: Erstens würden die Pellets als gefährliche Güter für den Seetransport bessere Verpackungen erhalten und entsprechende Container unter Deck verstaut - das Risiko eines Verlustes wäre minimiert. Zweitens müssten zuständigen Behörden über jeden Verlust informiert werden und könnten betroffene Küstenabschnitte schneller identifizieren.