Katastrophenschutz über Grenzen hinweg Link kopieren
Die Waldbrände im Sommer 2026 sind gemeinschaftlich von der Europäischen Union bekämpft worden. Die französische Regierung hat den EU-Katastrophenschutzmechanismus CPM (Civil Protection Mechanism) aktiviert und Unterstützung aus anderen europäischen Staaten angefordert. Mit ihrem Emergency Response Coordination Centre (ERCC) in Brüssel koordiniert die EU rund um die Uhr Hilfegesuche und Unterstützungsangebote der Mitgliedsstaaten und organisiert Notfallmaßnahmen. Auch zehn Länder außerhalb der Staatengemeinschaft, darunter Norwegen, die Türkei und mehrere Balkanstaaten, beteiligen sich an dem Katastrophenschutzmechanismus.
So schickte das ERCC im Juni und Juli beispielsweise Löschflugzeuge und Hubschrauber aus Deutschland, Portugal, Kroatien, Tschechien, Schweden, Slowakei und der Türkei nach Frankreich. Die Brandbekämpfung in Spanien unterstützten derweil Löschflugzeuge aus Griechenland, Italien und der Türkei.
Darüber hinaus verfügt die EU mit dem Programm rescEU über eine gemeinsame strategische Reserve zur Katastrophenbewältigung. Für den Sommer 2026 hatte das Programm bereits vorab 777 Feuerwehrleute aus 14 Ländern in waldbrandgefährdeten Regionen in Südeuropa stationiert. Zudem stehen 22 Flugzeuge und fünf Hubschrauber für Löscharbeiten in den Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Das EU-Klimabeobachtungsprogramm Copernicus unterstützt die Bemühungen zusätzlich durch hochauflösende Satellitenaufnahmen.
Die heutige europäische Luftreserve zur Waldbrandbekämpfung besteht überwiegend aus Maschinen der Mitgliedsstaaten, die für einen bestimmten Zeitraum der EU zur Verfügung gestellt werden. Derzeit baut der Verbund eine eigene dauerhaft verfügbare Flotte aus EU-Mitteln auf.