Gesamtkonzept aus Klimafolgenanpassung, Prävention und Versicherungsschutz Link kopieren
Die Versicherungswirtschaft setzt sich für ein Gesamtkonzept aus Prävention, Klimafolgenanpassung und Versicherung ein. Die Anpassung an eine veränderte Welt und die Vermeidung von Schäden sind Dreh- und Angelpunkt, damit Schäden durch Naturkatastrophen und damit Versicherungsprämien finanziell nicht aus dem Ruder laufen.
Versicherungswirtschaft und Politik eint das Ziel, das Potential der Elementardeckung in der privaten Wohngebäudeversicherung vollumfänglich auszuschöpfen. Zahlungen des Staates an unversicherte Hauseigentümer/-innen, die sich hätten versichern können, sind keine volkswirtschaftlich nachhaltige Lösung. Die deutschen Versicherer werden die Klimafolgenanpassung daher durch Prävention und den notwendigen Versicherungsschutz flankieren.
Schon jetzt bieten sie obligatorisch Wohngebäudeversicherung mit Elementarschutz an. Dieser Elementarschutz muss vom Kunden aktiv abgewählt werden, wenn dieser sich nicht gegen weitere Naturgefahren wie Überschwemmung durch Hochwasser oder Starkregen versichern will. Bestandskunden und -kundinnen, die bereits eine Wohngebäudeversicherung haben, aber nicht über den Elementarschutz verfügen, können ihren Versicherungsschutz entsprechend erweitern.
Politisch stand zuletzt eine einmalige Angebotspflicht zur Debatte. Dieser Vorschlag ist aus Sicht der Versicherer besser als eine alleinige Pflichtversicherung gegen Elementarschäden oder das teilstaatliche französische Naturgefahren-System. Die einmalige Angebotspflicht bleibt in einer richtigen Versicherungslogik, insbesondere der risikobasierten Berechnung der Versicherungsprämien. Positiv ist daran auch, dass die Kundinnen und Kunden selbst wählen können, ob sie das Angebot annehmen möchten oder nicht. Eine hohe finanzielle Belastung der Hausbesitzer lässt sich etwa durch Selbstbehalte im Schadensfall abfedern.