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Lage und Entwicklungen

Extremsommer: Rekordhitze und Flammen Link kopieren

In den Sommermonaten war Europa bereits in den vergangenen Jahren immer wieder von Hitze- und Dürreperioden sowie von Waldbränden betroffen. Doch im Sommer 2026 zeigt sich das Extremwetter mit einer besonderen Intensität. Laut Copernicus dem Klimabeobachtungsprogramm der Europäischen Union (EU), war der Juni 2026 der heißeste jemals aufgezeichnete Juni in Westeuropa und der zweitwärmste weltweit. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland gehört, lag in dem Zeitraum bei 21,62 Grad Celsius – und damit 2,79 Grad über dem langjährigen Referenzwert von 1991 bis 2020. Hinzu kam in den Monaten Juni und Juli eine extreme Trockenheit in vielen Regionen Europas.   

Besonders betroffen von der Hitze und Dürre war der Südwesten des Kontinents. Auf der iberischen Halbinsel sowie in Frankreich kam es in mehreren Regionen zu großflächigen Waldbränden. Auch in Griechenland und Italien entwickelten sich intensive Vegetationsbrände. Daten des European Forest Fires Information System (EFFIS) zufolge verbrannten in der Europäischen Union (EU) zwischen Anfang Januar und dem 11. August 2026 insgesamt 552.437 Hektar. Damit liegt die Fläche weit über dem langjährigen Durchschnitt von 197.347 Hektar. In vielen Teilen West- und Südeuropas besteht darüber hinaus auch im August und September weiterhin ein hohes Waldbrandrisiko. 

Die durch dieses Extremwetter entstandenen Schäden sind immens. In ganz Europa mussten Hunderttausende Menschen aufgrund der Waldbrände evakuiert werden, es gab mehrere Tote und zahlreiche Verletzte unter den Einsatzkräften. Auch die Bilanz der Sachschäden ist verheerend: Privathäuser, Wirtschafts- und Agrarbetriebe sowie Infrastruktur wurden durch die Flammen vernichtet. Eine belastbare EU-weite Schätzung der Schadenssumme liegt noch nicht vor. 

Auch abseits der Waldbrände geht die Hitze in Europa mit Risiken einher. Besonders gefährdet sind Menschen mit bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt, dass es in Deutschland bis Mitte August 2026 rund 15.800 hitzebedingte Sterbefälle gegeben hat – mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Allein für die hitzeintensive Woche zwischen dem 22. und 28. Juni geht das RKI von 9.600 Hitzetoten aus.

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